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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

712 
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit. 
freie Verbindung treten, eine Verbindung, die freiwilig eingegangen 
und freiwillig fortgesetzt wird, die einzige Form der Ehe, die mit der 
Würde und der Gleichheit zwischen Mann und Weib vereinbar ist 1 ). 
Der freie Vertrag an Stelle eines aufgezwungenen Gesetzes ist übrigens- 
die einzige allgemeine Form einer Verpflichtung, die die Anarchisten 
anerkennen: freier Vertrag zwischen Mann und Weib, zwischen Indi 
viduum und Genossenschaft, freie Verträge zwischen Genossenschaften 
in bezug auf gemeinsame Aufgaben, freie Verträge zwischen den Ge 
meinden und den Bezirken eines Landes und zwischen verschiedenen 
Ländern. Diese Verpflichtungen sind aber stets widerruflich; sie 
dürfen nicht zu einer neuen Kette werden, die der Mensch sich selbst 
auferlegt. Denn jeder Vertrag, sobald er nicht mehr durch die frei 
willige und beständig zu erneuernde Zustimmung der beiden Parteien 
aufrecht erhalten wird, wird tyrannisch, wird drückend und steht im 
Gegensatz zu der menschlichen Freiheit. „Weil Ich gestern ein Narr 
war,“ fragt Stienee, „müßte Ich’s zeitlebens bleiben?“ 1 2 3 ) und in 
diesem Punkte stimmen Bakunin, Keopotkin, Reclus, Jean Geave, 
wenn nicht Peoudhon, durchaus mit ihm überein. 
Jedoch — und diese Bemerkung entbehrt nicht der Bedeutung, 
denn sie zeigt recht augenfällig das ganze naive Vertrauen dieser 
Schriftsteller, — das anarchistische Ideal ist keineswegs die Herr 
schaft der unumschränkten Laune. Man würde sich sogar sehr 
täuschen, wenn man es so auffassen wollte. 
Diese vernichtende Kritik aller Autoritäten läßt nämlich eine in 
Geltung, die, mag sie noch so abstrakt sein, deshalb doch nicht 
weniger gebieterisch dasteht: die Autorität der Vernunft oder der 
Wissenschaft. „Die Herrschaft der Vernunft“ ist einer der wesent 
lichen Bestandteile der anarchistischen Gesellschaft Peoudhon’s s ). 
Das, was Peoudhon Vernunft nennt, nennt Bakunin Wissen 
schaft, vor der er sich nicht weniger ehrerbietig verneigt. Er 
1 ) „Jawohl, die Anarchisten wollen die freie Ehe, die nur auf gegenseitiger 
Zuneigung, Selbstachtung und Achtung der Würde anderer beruht, und in diesem 
Sinne sind sie, so liebevoll und hingehend sie auch für die sein mögen, deren Leben 
mit dem ihren verbunden ist, doch Feinde der Familie“ Blis£e Eeclds, op. eit, 
S. 145—146. 
2 ) Der Einzige und sein Eigentum, S. 200. 
3 ) Vgl. Idee generale de la Revolution, S. 281 und S. 342: „Die 
Revolution folgt auf die Offenbarung. Die Vernunft, von der Erfahrung unterstützt, 
zeigt dem Menschen die Gesetze der Natur und der Gesellschaft und sagt ihm dann: 
diese Gesetze beruhen auf der Notwendigkeit selbst Kein Mensch hat sie gemacht; 
Niemand zwingt sie dir auf. Nach und nach sind sie entdeckt worden, und ich bestehe 
nur deshalb darauf, um für sie zu zeugen. Wenn Du ihnen folgst, wirst du gerecht 
und gut sein. Wenn du sie verletzest, ungerecht und böse. Einen anderen Beweg 
grund schlage ich dir nicht vor.“
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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