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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel IV. Die Anarchisten. 
715 
Menschen und gelangt nur insoweit zu dem Bewußtsein und der Ver 
wirklichung seines Menschtums, wie er in der Gesellschaft lebt und 
den kollektiven Einfluß der ganzen Gesellschaft auf sich wirken läßt. 
Er befreit sich von dem Joch der äußeren Natur nur durch die 
kollektive und soziale Arbeit, die allein imstande ist, die Oberfläche 
der Erde zu einem der Entwicklung der Menschheit günstigen Aufent 
haltsort umzugestalten. Er kann sich von dem Joch seiner eigenen 
Natur nicht befreien; d. h. er kann die Instinkte und Bewegungen 
seines eigenen Körpers der Leitung seines Geistes nur in dem Maße 
unterwerfen, wie dieser durch Erziehung und Unterricht entwickelt 
wird: beides sind aber durchaus soziale Dinge. Ohne die Gesellschaft 
würde der Mensch ewig ein wildes Tier geblieben sein 1 ).“ 
Peoudhon wie Keopotkin, beide betonen immer wieder mit 
gleichem Nachdruck: das Gesellschafts wesen ist wirklich; die Gesell 
schaft ist älter als das Individuum, ist mindestens gleichzeitig mit 
ihm entstanden. Nur einige anarchistische Schriftsteller, wie z. B. 
Jean Gkave, scheinen die alte und unfruchtbare Gegenüberstellung 
von Individuum und Gesellschaft aufrecht halten zu wollen, den Be 
griff einer Gesellschaft, die sich aus Individuen aufbaut wie ein 
Haus aus Ziegelsteinen. 
Besteht aber zwischen diesem Gedanken und der früheren Prokla- 
mierung der individuellen Autonomie kein Widerspruch? Wie kann 
man gleichzeitig das soziale Leben preisen und die Abschaffung aller 
traditionellen Bande verlangen * 2 )? 
*) Bakunin, (E u y r e s, Bd. I, S. 277. 
2 ) Koch auf seinem Sterbebett erklärte Bakunin seinem Freunde Reichel: 
„Unsere ganze Philosophie geht von einer falschen Grundlage aus! Beginnt sie doch 
immer damit, den Menschen als Individuum zu betrachten, und nicht, wie sie es 
doch sollte, als ein Wesen, das einer Gemeinschaft angehört.“ (Angeführt von 
Guillaumb, Vorwort z. Band II der (Euvres, S. LX.) — Inseiner Philosophie 
du Progres (CEuvres Bd. XX, S. 36—38) schreibt Pkoudhon: „Alles, was die 
Vernunft weiß und behauptet, ist, daß das Wesen ebenso wie die Idee nur eine 
Gruppe ist, . . . Alles, was besteht, ist gruppiert, alles, was eine Gruppe bildet 
ist Eins, ist folglich wahrnehmbar, und IST daher . . . Außerhalb der Gruppe gibt 
es nur Abstraktionen und Phantome. Auf Grund dieser Auffassung des W e s e n s 
im allgemeinen . . . halte ich es für möglich, die positive Wirklichkeit und bis zu 
einem gewissen Punkte die Ideen (die Gesetze) des sozialen Ich und der Mensohen- 
gruppe'zn beweisen, und über und außerhalb unserer individuellen Existenz das 
Dasein einer höheren Individualität des kollektiven Menschen festzustellen und kund 
zu tun.“ Die Ausführung der gleichen Idee findet sich noch an verschiedenen 
anderen Stellen, z. B. in dem Petit Catechisme politique, der den Schluß des 
ersten Bandes der Justice dans la Revolution usw. bildet, wie auch in der 
Idee generale de la Revolution. 
Nach Khopotkin hat der Mensch niemals anders als in Gesellschaft gelebt. 
«Soweit wir in der Paläo-Ethnologie der Menschheit znrückgehen können, finden 
wir Menschen, die in Gesellschaft leben — in Stämmen, ähnlich denen der höchsten
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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