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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel IV. Die Anarchisten, 
717 
wirkliche Verbindung der Menschen untereinander ausmacht, wie dies 
die Privilegierten sich vorstellen, der Zwang (der nur notwendig ist, 
um ihre Privilegien zu verteidigen), sondern gerade dieser tiefe 
Instinkt der gegenseitigen Hilfe und des wechselseitigen Verstehens, 
dessen Macht und Kraft man verkennt. „In der menschlichen Natur“, 
sagt Kropotkin, „gibt es einen Kern sozialer Gewohnheiten, ein Erbe 
der Vergangenheit, das man noch nicht gebührend gewürdigt hat; 
diese Gewohnheiten beruhen nicht auf Zwang; sie sind stärker als 
jeder Zwang 1 ).“ 
Weit davon entfernt, diesen sozialen Instinkt zu schaffen, setzen 
die Gesetze ihn voraus. Nur auf ihm fußend können sie angewendet 
werden, und sie kommen außer Gebrauch, wenn er sie nicht länger 
anerkennt. Weit davon entfernt, diesen Instinkt zu entwickeln, 
setzt die Regierung sich im Gegenteil mit ihm durch ihre starren und 
stereotypen Einrichtungen in Widerspruch und zieht ihm Grenzen, 
die seine volle Entfaltung verhindern. Die Befreiung des Indivi 
duums von äußerem Zwang bedeutet daher auch die Befreiung der 
Gesellschaft; sie gibt ihr ihre ganze Bildsamkeit zurück und befähigt 
sie, beständig die neuen Formen anzunehmen, die am besten dazu ge 
eignet sind, das Glück und den Wohlstand des Menschengeschlechts 
zu verbürgen -). In seinem prächtigen Buch Gegenseitige Hilfe 
häuft Kropotkin die Beispiele dieses Instinktes der Soziabilität und 
verfolgt seinen Ursprung und seine verschiedenen Formen in zahllosen 
wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, pädagogischen, sportlichen und 
hygienischen Gruppen, in Anstalten der Wohltätigkeit des modernen 
Europas, in dem Zunftwesen und dem städtischen Leben des Mittel 
l ) Kropotkin, Autour d’une vie, S. 414. Vgl. auch: Paroles d’un 
ßevolte, S. 221 ff. 
a ) Dieser Gedanke wird von Reclds und Kropotkin häufig ausgedrückt. 
„Die Tatsache allein, das mehr oder weniger zusammenhanglose Ganze der 
heutigen politischen, religiösen, moralischen und sozialen Auffassungen eingerichtet, 
geregelt, in Paragraphen gefaßt, mit Zwangsmitteln, Strafen, Polizisten und Ge 
fängniswärtern eingerahmt zu haben, um sie so den Menschen von morgen aufzu- 
Wingen, diese an und für sich widersinnige Tatsache kann nur widerspruchsvolle Folgen 
haben. Das Leben, stets unvorhergesehen, stets erneuert kann sich nicht mit Be 
dingungen abfinden, die eine Zeit ausgearbeitet hat, die nicht mehr ist“ (ElisAe 
Krclüs, op. cit., S. 108—109). 
Kropotkin sagt (L’anarchie, sa Philosophie, son ideal, 1896, S. 17 
und 18): „Die anarchistische Gesellschaft ist eine Gesellschaft, der die vorbestimmten 
im Gesetz kristallisierten Formen widerstreben, die die Harmonie in dem stets 
Wechselnden und flüchtigen Gleichgewicht zwischen der Menge der verschiedenen 
Kräfte und Einflüsse jeder Art sucht, die ihrer eigenen Bahn folgen, Kräfte und Ein 
flüsse, die gerade, weil sie sich dann frei am hellen Licht des Tages auswirken und 
ihr gegenseitiges Gleichgewicht erreichen können, die Energien zu wecken vermögen, 
die ihnen auf ihrem Wege zum Fortschritt günstig sind.“
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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