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Die Kommunalbesteuerung in Italien

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Bibliographic data

fullscreen: Die Kommunalbesteuerung in Italien

Monograph

Identifikator:
1010948261
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20477
Document type:
Monograph
Author:
Hoffmann, Alexander http://d-nb.info/gnd/119001837
Title:
Die Kommunalbesteuerung in Italien
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 207 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Kapitel. Die Zuschläge zu der staatlichen Grund- und Gebäudesteuer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Kommunalbesteuerung in Italien
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung: Die Gemeindebesteuerung in Italien im allgemeinen
  • Hauptteil: Die italienische Gemeindebesteuerung in ihrer Entwicklung und in ihrer Ausgestaltung im einzelnen
  • Erstes Kapitel. Die Zuschläge zu der staatlichen Grund- und Gebäudesteuer
  • Zweites Kapitel. Der dazio di consumo (Oktroi)
  • Drittes Kapitel. Eigene direkte Steuern und andere Gemeindeabgaben
  • Schlussbetrachtung

Full text

83 
Die neuere Zeit in der Geschichte der Reformbestrebungen der 
italienischen Besteuerung steht entschieden unter dem Einfluß der 
Grundgedanken, welche die preußische Steuerreform der 1890 er Jahre 
beherrscht haben. Man fordert Autonomie in der Gemeindebe 
steuerung. 
Lacava, der im Prinzip für Trennung der staatlichen und 
kommunalen Besteuerung eintritt und Gegner des Oktrois ist, erklärt 
sich zugunsten des Systems der Zuschläge, aber nur soweit sie sich 
auf die Immobiliarbesteuerung beziehen. „Das nicht nur, um nicht 
das gegenwärtige System von Grund aus umzustürzen, sondern auch, 
was noch wichtiger ist, wegen der betrüblichen Lage, in der sich die 
kommunalen Finanzen befinden. Die Zuschläge vereinfachen die 
Finanzverwaltung des lokalen Gemeinwesens, bieten bei sehr geringen 
Kosten Sicherheit der Einnahmen und sind für den Steuerzahler nur 
insoweit lästig, als er die Hauptsteuer zu zahlen hat.“ Als Ziel der 
Kommunalsteuerreform fordert er eine Kombination von direkten 
persönlichen und Realsteuern. Den Immobiliarsteuerzuschlägen sollte 
ergänzend an die Seite treten eine allgemeine Steuer von den Ein 
künften aus der Landwirtschaft, Industrie und Handel (imposta 
generale sul reddito agricolo, industriale e commerciale). Die Familien- 
und die Mietsteuer sollten zu einer persönlichen Steuer verschmolzen 
werden 1 ). — Merla schlägt vor, die Grund- und Gebäudebesteuerung 
dem Staate ausschließlich vorzubehalten, den dazio consumo dagegen 
den Gemeinden zu überlassen 2 ). — Den umgekehrten Weg empfiehlt 
A1 e s s i o. Er fordert Abtretung der Realsteuem seitens des Staates 
an die Gemeinden unter gleichzeitiger Abschaffung der Zuschläge, 
dagegen Verzicht der Gemeinden auf den dazio consumo zugunsten 
des Staates; jedoch sollte der dazio consumo, sei es in einer späteren 
Periode oder sogleich, abgeschafft werden, indem eine persönliche 
Steuer vom Immobilienbesitz und eine auf breiter Basis aufgebaute 
Getränkesteuer die Mittel zur Durchführung der Reform liefern 
anche per il prinoipio prevalente in materia di tasse looali, che cM partecipa in 
pin larga copia dei vantaggi della comunitä deve maggiormente concorrere a 
sopportarne gli oneri; mentre nei comuni urbani, dove tutte le eure degli ammini- 
stratori sono rivolte all’ igiene, all’ edilizia, alla salubritä delle abitazioni, alla siou- 
rezza e difesa delle medesime, sarebbe a seguirsi un differente criterio, e la sovra- 
imposta dovrebbe solo colpire la rendita delle case.“ 
J ) P. Lacava, La finanza locale in Italia, Torino, 1896 (S. 194). Derselbe, 
Pinanza di Stato e finanza locale, in der „Eiforma sociale“, 1901, S. 863ff. 
2 ) G. Merla, Appnnti e considerazioni snl riordinamento finanziario dei 
Comuni e delle Provincie, Eoma, 1886. 
6*
	        

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Die Kommunalbesteuerung in Italien. Verlag von Gustav Fischer, 1915.
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