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Grundlinien unserer Handelspolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundlinien unserer Handelspolitik

Monograph

Identifikator:
1011190036
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-23164
Document type:
Monograph
Author:
Schmitz, Richard http://d-nb.info/gnd/129082570
Title:
Grundlinien unserer Handelspolitik
Place of publication:
Wien
Publisher:
Verlag des Katholischen Volksbundes für Österreich
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (24 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Systeme der Handelspolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundlinien unserer Handelspolitik
  • Title page
  • Index
  • Die Bedeutung der Handespolitik
  • Entwicklung unseres Außenhandels
  • Systeme der Handelspolitik
  • Aufgaben der Handespolitik
  • Mittel der Handelspolitik
  • Geschichtliche Entwicklung unserer Handelspolitik
  • Die gegenwärtige Zollgesetzgebung unserer Monarchie
  • Unsere wichtigsten Handelsgebiete
  • Die handespolitische Struktur der Monarchie

Full text

10 
Österreichs ist, lieber teurere und schlechtere fremde als die österreichische Ware 
kauften. Bei der hohen Entwicklungsstufe des Weltverkehres spielen 
ferner die vom Freihandel überschätzten natürlichen Vorteile eines Landes 
tatsächlich incht mehr sine so große Rolle, daß man ihretwegen die ganze 
heutige Wirtschaftsordnung umwerfen müßte. Ferner aber ist es durchaus 
nicht so sicher, daß die auf dem Weltmarkt sich vollziehende Preisbildung 
stets gerecht geschieht, und daß die jeweilige Versorgung eines Landes mit den 
notwendigen Gütern pünktlich, billig und ohne Preistreibereien und Speku 
lation durchgeführt wird. In den merkwürdigen Schicksalen der amerikanischen 
Baumwolle, des brasilianischen Kaffees und der argentinischen Getreide 
transporte sind wohl Beweise enthalten, daß die Erfüllung obiger Forderungen 
alles andere als gesichert erscheint. Die Preisbildung des Kaffees') geschieht 
ebenso wie die Preisbildung der amerikanischen Baumwolle, infolge der 
monopolartigen Stellung der Produzenten, zeitweise sehr willkürlich, 
und die argentinischen Getreidetransporte blieben im Jahre 1912 gleich 
drei bis vier Monate aus, weil — in den argentinischen Häfen die Hafen 
arbeiter streikten. Schließlich ist noch zu bedenken, daß vorläufig die Waren 
produktion der zivilisierten Welt noch nicht so groß ist, daß die V e r s o r g u n g 
z. B. Österreich-Ungarns jederzeit s i ch e r g e st e l l t wäre; das gilt ganz 
besonders für die landwirtschaftliche Produktion, aber auch für Industrie und 
Gewerbe. In Stubenluft geboren, zeigt also das Freihandelssystem heute 
noch immer den Charakter weltfrenrder Theorie. 
Der praktische Sinn unseres Volkes hat das Sprichwort geprägt 'Der 
Sperlingin der Handi st besseralsdie Taubeau fdem 
D a ch. Das Bild, das die Freihändler uns vormalen, mag ja ganz zauberhaft 
schön sein, lieber aber ist es uns, wenn die Arbeitsgelegenheit, Lebensmittel 
beschaffung und Versorgung mit industriell-gewerblichen Gütern in möglichst 
weitem Umfange i m V a t e r l a n d e s e l b st g e s i ch e r t erscheint. Darum 
hat sich auch der Freihandel fast nirgends lange Zeit halten können. In Österreich- 
Ungarn kam er nur ganz kurze Zeit, und da nicht vollkommen, zur Herrschaft, 
in Deutschland etwas länger. Das war zu Beginn der 70 er Jahre des vorigen 
Jahrhunderts. Schon diese kurze Zeit der Freihaudelsherrschaft aber, die 
freilich zusammenfiel mit der größten wirtschaftlichen Krise, die wir je erlebt 
haben, hat in der Bevölkerung aller Staaten eine starke Gegnerschaft hervor 
gerufen, und so trat schon Ende der 70 er Jahre an die Stelle des Freihandels 
in fast ganz Europa das Schutzzollsystem. 
Die einzige Großmacht Europas, die heute noch im Sinne des Freihandels keine ent 
sprechenden Schutzzölle aufgerichtet hat, ist E n g l a n d. Schon in sehr früher Zeit hatte Eng 
land sich dem Gewerbfleiße in solchem Umfange hingegeben, daß die heimische Land 
wirtschaft über die Maßen vernachlässigt wurde und nicht mehr imstande war, 
die nötigen Lebensmittel zu liefern. Anderseits war England bis vor kurzer Zeit sozusagen der 
Lieferant Europas für alle industriellen Waren. In jahrhundertelangen Kämpfen hatte es sich 
die S e e h e r r s ch a f t erstritten, und bewacht nun mit seinen gewaltigen Flotten alle 
*) Unter Duldung der Staatsverwaltung halten die brasilianischen Kaffeehändler ihre 
Vorräte zurück, ja vernichten sie sogar teilweise, um die Kaffeepreise hoch zu halten. Diese 
sonderbare Art der Preisbildung ist unter dem Namen „K a f f e e v a l o r i s a t i o n" all 
gemein bekannt.
	        

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Grundlinien Unserer Handelspolitik. Verlag des Katholischen Volksbundes für Österreich, 1913.
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