Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Lebenserinnerungen

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Lebenserinnerungen

Monograph

Identifikator:
1011918013
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-21195
Document type:
Monograph
Author:
Eucken, Rudolf http://d-nb.info/gnd/118682555
Title:
Lebenserinnerungen
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von K. F. Koehler
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (V, 127 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Lebenserinnerungen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil
  • Zweiter Teil. Die Weiterentwicklung meines Lebens und Strebens
  • Schluß
  • Index

Full text

OOOOOOOOOÖOOOOOOOOOOO 36 OOOOOOOÖOOOÖOOOÖOOOOO 
zu untersuchen, ob nicht bedenkliche SubjeFte sich dort versteckten. 
Lchliestlich wurde diese Polizeitätigkeit der Ltudenten freilich zu 
bunt und ausgelassen, so dast der damalige Prorektor sein tiefes 
Bedauern darüber aussprach, dast die akademische Jugend so wenig 
3inn für die Not des Vaterlandes habe; damit fand unsere obrig- 
keitliche Tätigkeit ein rasches Lnde. Die Jugend vermag eben mit 
grostem Trust der gesinnung eine Lust an kecken Htreichen unmittel 
bar zu verbinden. Nach wenigen Tagen kamen die preusten. 
Inzwischen war die graste Wendung erfolgt, welche auf lange 
Zeit das. öchicksal Deutschlands entschieden hat: die zur Bismarck- 
fchen Politik. Diese Wendung spaltete auch die geister der Jugend. 
Die zungen Leute waren vor zenem Krieg zum gröstten Teil ent 
schieden liberal, za oft radikal gesinnt, aber sie waren zugleich 
durchaus national; wir hofften auf ein einiges Deutschland, das 
mit der nationalen Wacht zugleich die politische Freiheit und die 
volle Lntwicklung aller Kräfte bringen sollte. Die wirtschaftlichen 
Tragen beschäftigten uns nur nebenbei; die gewaltige Ausdehnung 
der modernen Industrie und Technik war damals erst im Werden; 
was daraus an Verwicklungen entstehen mustte, das konnten wir 
in keiner Weife übersehen. Vuch von Weltpolitik war damals 
wenig die Kede; das einige Deutschland, so hoffte man, würde 
alles in beste Ordnung bringen. Zugleich fühlte die akademische 
Iugend sich besonders berufen, den grosten Üufstieg zu führen. 
Zweifellos war dabei mancher Überschwang, auch viel Unreife des 
Urteils; aber für die gesinnung war es ein Vorteil, dast man die 
Vufgabe als eine eigene ergriff und sich verpflichtet fühlte, alle 
Kraft dafür einzusetzen. 
Die Bismarcksche Politik dagegen stellte die Lage unter einen 
völlig neuen Ünblick. Hatten wir bis dahin die Linigung Deutsch 
lands vom gemeinsamen Willen des ganzen Volkes erwartet, so 
wurde uns nun zene Leistung von oben her entgegengebracht. Die 
einzelnen hatten kaum etwas Tigenes zu tun, sondern nur sich 
willfährig der gebotenen gestaltung einzufügen. Die überwiegende 
Mehrzahl folgte dieser Kichtung; es wirkte wohltuend und befesti 
gend, dast sich aus dem wirren getriebe Ser Parteien und der 
sich gegenseitig widersprechenden Programme eine feste Hand her 
vorhob und ein deutliches Ziel vorhielt. Qndere aber konnten bei 
aller Qnerkennung der überlegenen graste des Mannes die Tat 
sache nicht vollauf verwinden, dast zene Wendung ohne alle öelbst- 
tätigkeit des Volkes erfolgte, und dast sie zugleich in die Bahnen 
eines ausgesprochenen Kealismus geriet. Diesen Männern erschien 
die Wendung als zu äusterlich, als zu einseitig militärisch und wirt 
schaftlich. lluch ich selbst konnte bei aller Qnerkennung und Be 
wunderung der genialen politischen und diplomatischen Leistungen
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Lebenserinnerungen. Verlag von K. F. Koehler, 1921.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.