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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012149900
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24397
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
30., völlig veränd. Neuauflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1937
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 566 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

492 
papieren (nicht z. B. auch aus Wertpapieren, die keinen Kurswert 
haben, oder aus Sparkassenbüchern oder Hypotheken) bestehen. Der Besteller 
muß schriftlich und ausdrücklich erklären, daß sie zur Deckung von Der- 
lüsten aus Börsentermingeschäften dienen soll. Das Schriftstück, in dem 
diese Erklärung abgegeben wird, darf andere Erklärungen, z. B. Börscn- 
orders, nicht enthalten, sonst entbehrt es der Rechtswirksamkeit. Ändert 
sich die bestellte Sicherheit, so muß eine neue Erklärung abgegeben werden. 
Ist Sicherheitsbestellung erfolgt, so ist der Bankier oder der Voll 
kaufmann (oder die eingetragene Genossenschaft) voll verpflichtet; er darf 
den Differenz- oder Spieleinwand nicht erheben. Der andere Kontrahent 
sontsiäor) hingegen haftet nur bis zur Höhe der gestellten Sicherheit. 
Eine Forderung aus einem nicht vollwirksamen Börsentermingeschäft 
kann grundsätzlich zur Aufrechnung nicht benutzt werden. Eine Ausnahme 
enthält § 56 des BG.: Gegen Forderungen aus Börsentermingeschäften 
ist eine Aufrechnung auf Grund anderer Börsentermingeschäfte auch dann 
zulässig, wenn diese Geschäfte nach den §§ 52—54 für den Aufrechnenden 
eine Forderung nicht begründen. 
Beispiel: Der Bankier X hat sich von dem nicht börsentermingeschäfts' 
fähigen Kunden X Sicherheit für etwaige Verluste aus BTG. stellen lassen 
Hierdurch werden die zwischen X und X abgeschlossenen BTG. für X in vollem 
Umfange verbindlich. X haftet nur in Höhe der gestellten Sicherheit. Erlangt 
nun X gegen X einen Anspruch aus einem solchen BTG., so kann X gegen einen 
solchen Anspruch mit Forderungen aufrechnen, die ihm aus anderen mit X ab 
geschlossenen und für diesen unverbindlichen BTG. erwachsen sind. 
III. Ist keiner der beiden Kontrahenten ein ins Handelsregister ein 
getragener Vollkaufmann, oder handelt es sich nicht um eine eingetragene 
Genossenschaft, oder sind Termingeschäfte in nicht zum Termingeschäft 
zugelassenen Wertpapieren oder nach anderen als vom Börsenvorstande 
festgesetzten Bedingungen abgeschlossen worden (inoffiziellerBör- 
s e n t e r m i n h a n d e l), so ist das Geschäft unwirksam, und es kann der 
Differenz- und Spieleinwand erhoben werden. Eine nachträgliche Hei' 
lung der Unwirksamkeit tritt ein, wenn das Geschäft nicht durch 
Abschluß eines Gegengeschäftes, sondern durch Lieferung und Abnahme 
zur Abwicklung gekommen ist. § 57 des BG. sagt: „Ein nicht verbotenes 
Börsentermingeschäft gilt als von Anfang an verbindlich, wenn der eine 
Teil bei oder nach dem Eintritt der Fälligkeit sich dem anderen Teile
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1937.
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