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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012149900
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24397
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
30., völlig veränd. Neuauflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1937
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 566 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

50 
Wipperzeit" — eine solche war fast die ganze Epoche des Frühkapitalis 
mus —, auch dadurch, daß von geldbedürftigen Fürsten die guten Geld 
stücke aus dem Verkehr gezogen s„WipPen", Auswippen) und dagegen z. B. 
die doppelte Zahl nominell gleichwertiger Stücke ausgegeben wurden Z. 
Teils durch Zusammenschluß niehrerer Staaten zu einem M ü n z ver 
bände, teils durch alleiniges Vorgehen einzelner Staaten strebte man 
danach, dieser Münzverwirrung Herr zu werden. 
Durch den Wiener Münzvertrag vom 2. Januar 1857 wurde 
für Norddeutschland, Süddeutschland und Österreich-Ungarn die S i l b e r w ä h - 
r u n g eingeführt. Es wurde eine gemeinsame Münze geschaffen, der sonne n- 
tionstaler (XXX Ein Pfund fein), der gesetzliche Zahlkrast für das ganze 
Vereinsgebiet erlangte und weite Verbreitung fand. Damit im Zusammenhang 
wurde statt der bisherigen „Kölnischen Mark" das Zollpfund zu 500g als 
Münzgrundgewicht eingeführt. Zu einer vollen Münzeinheit kam es aber 
immer noch nicht. Aus dem Pfund fein Silber wurden in Norddeutschland 
(Talerfuß): 30 Taler („XXX ein Pfund fein", mit verschiedener Einteilung des 
Talers), in Süddeutschland: 42^ Gulden zu 60 Kreuzern, in Österreich und 
Liechtenstein: 45 Gulden zu 100 Kreuzern geprägt. Die Vereinsstaaten ließen 
daher ihre Landeskurantmünzcn nicht gegenseitig zu. 
7 Münzsysteme gab es im Gebiete des Deutschen Reiches bis 
zum Jahre 1871. Diesem Zustand ein Ende zu bereiten, erschien dem neu 
geeinten Deutschland als eine seiner wichtigsten Aufgaben. Nachdem be 
reits durch Art. 4 der Verfassung des Norddeutschen Bundes vom 26. Juli 
1867 der Bund mit der Ordnung des Münzwesens betraut worden war, 
wurde am 4. Dezember 1871 ein „Gesetz betreffend die Ausprägung von 
Reichsgoldmünzen" veröffentlicht. Hiermit war der entscheidende Schritt 
zur Einführung der Goldwährung in Deutschland getan. 
Es folgte dann das Münzgesetz vom 9. Juli 187 3. Sein 
Zweck war, „im Anschluß an das Gesetz vom 4. Dezember 1871 die Aus- 
Prägung der nicht in Gold herzustellenden Münzen des Marksystems an 
zuordnen und die gesamte künftige Münzverfassung Deutschlands auf der 
i) Die sozialen Folgen der Geldentwertung durch Verschlechterung der Mün 
zen schilderte in vortrefflicher Weise Gustav Freytag in seinen „Bildern 
aus der deutschen Vergangenheit": „Von allen Schrecken des (30jährigen) Krie 
ges erschien dem Volke keiner so unheimlich als eine plötzliche Entwertung des 
Geldes . . . Des guten schweren Reichsgeldes wurde immer weniger. An seiner 
Statt war viel neue Münze von schlechtem Gepräge im Umlauf.. ."
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1937.
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