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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012150852
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-27269
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
25., verbesserte Auflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 521 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

Eine große Schwierigkeit bei den geschilderten Tauschgeschäften bestand 
darin, daß es oft nicht leicht war, gerade die Persönlichkeit ausfindig 
zu machen, die das, was der eine benötigte, im Überfluß besaß und für 
das dagegen angebotene Gut Verwendung hatte. Es konnte nie ein 
Austausch zustande kommen, wenn Angebot und Nachfrage sich nicht deckten, 
oder wenn ein unteilbares Gut gegen verschiedenartige Güter ausgetauscht 
werden sollte. Im Lause der Zeit kam man dann auf den Gedanken, 
die Gegenstände nicht unmittelbar auszutauschen, sondern ihren 
Wert nach einem dritten Gute, das sich allgemeiner Beliebtheit 
erfreute und von jedem, auch wenn ein unmittelbares Bedürfnis danach 
nicht vorhanden war, gern angenommen wurde, abzuschätzen und mit 
diesem Gute zu bezahlen. Durch Gewohnheit, nicht durch Gesetz wurden 
Tauschmittel, Wertmesser, geschaffen. 
Z. waren- und Metallgeld. 
Die ersten Wertmesser, das erste Geld — Geld ist das Verbalsub 
stantiv von gelten = zahlen —, waren bei fast allen Völkern Tiere, 
so auch bei den Römern, wie aus der Etymologie des lateinischen Wortes 
pecuuia (Geld), abgeleitet von pecrm (Viehs, hervorgeht. Bei den alten 
Deutschen, berichtet Tacitus in seiner „Germania“, galten allgemein 
Rinder als Wertmesser. Die Griechen bedienten sich hauptsächlich des 
„Ochsengeldes"; so heißt es bei Homer, daß der Harnisch des Diomedes 
den Wert von neun, der des Glaukos den von hundert Ochsen halte. 
Bei der Ackerbau treibenden Bevölkerung waren meistens Früchte und 
Getreide, bei Völkern, die häufig mit ihren Nachbarn Krieg führten, 
Waffen und Kriegsgefangene (Sklaven) Wertmesser und Zah 
lungsmittel. 
Die K a n r i in n s ch e l, d. i. das Gehäuse einer kleinen Porzellauschnecke 
von 1—2V2 cm Länge und aeblich-weißer Farbe mit gezähneltem Rand, 
die in den ältesten Zeiten in Afrika Wertmesser war, vertritt heute noch im 
Nigergebiete die Scheidemünze. T e e z i e g e l sind heute noch Geld bei beit 
Bewohnern von Hochasien, S a l z t a f c l n und D a t t c l n bei mehreren 
anderen in der Kultur zurückgebliebenen Völkern. Geld ist „gemeinsamer 
Nenner" für alle Werte; in Geldwert werden alle Werte ausgedrückt. 
Die Reche n funktion des Geldes >var die primäre, nicht die Funktion 
als Kau f mittel.
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1927.
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