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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012150852
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-27269
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
25., verbesserte Auflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 521 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

35 
Silberkurantgeld gänzlich ein. Das System der Doppelwährung wurde 
durch das System der hinkenden Goldwährung ersetzt. 
Die bei Begründung des lateinischen Münzbundes gehegte Hoffnung, die 
anderen Staaten würden nunmehr ebenfalls zur Doppelwährung über 
gehen, war damit begraben. 
d) Parallelwährung. 
Sind Gold- und Silbermünzen gesetzliche Zahlungsmittel, ohne jedoch 
zueinander in einem gesetzlich festgelegten Wertverhältnis zu stehen — der 
Kurs bildet sich im freien Verkehr —, so spricht man von einer Parallel 
währung. Alle Zahlungsverpflichtungen müssen die Angaben enthalten, ob 
sie in Gold oder in Silber zu erfüllen sind. Die Parallelwährung ist, da 
der Wert der Münzen durch das in ihnen enthaltene Edelmetall bedingt ist, 
kein einheitliches Geldsystem, sondern „das unverbundene Nebeneinander 
zweier selbständiger Geldsysteme". 
s) Hinkende Währung. 
Gold allein ist frei ausprägbar und bildet die Grundlage des Münz- 
systems. Neben den Goldmünzen sind noch bestimmte Silbermünzen, 
deren Gesamtbetrag nicht vermehrt werden darf, 
vorhanden, die ebenso wie die Goldmünzen als unbeschränktes 
Zahlungsmittel gelten. Bei dem gesunkenen Silberpreis haben 
diese aus der früheren Silber- oder Doppelwährung stammenden Münzen 
heute noch nicht die Hälfte des Wertes, der ihnen durch den Prägestempel 
verliehen ist. 
Einen solchen Zwischenzustand zwischen der doppelten und der etn- 
sachen Währung, die sogenannte hinkende Währung, finden wir in ver- 
schiedenen Ländern. Zur hinkenden Währung (Etalon boiteux) 
tarnen die Länder der lateinischen Münzunion aus den 
(S. 34) angegebenen Gründen. Nur Gold war frei ausprägbar; neue (sil 
berne) 5°Frankenstücke durften nicht mehr ausgeprägt werden, die bisher im 
Umlauf befindlichen behielten jedoch ihre Eigenschaft als Währungsmünze. 
Die lateinische Münz Union hat formell den Weltkrieg überdauert. 
Die sich ergebenden Mißstände wurden aber immer größer. 
Im März 1920 wurde zwischen Frankreich und der Schweiz ein Abkommen 
getroffen, wonach jedes Land den Umlauf der von ihnen ausgeprägten Silber 
scheidemünzen zu 2, 1 und l /a kr auf das eigene Staatsgebiet beschränken, die
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1927.
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