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Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

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Bibliographic data

fullscreen: Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

Monograph

Identifikator:
101266578X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24415
Document type:
Monograph
Author:
Pohle, Ludwig http://d-nb.info/gnd/116260793
Title:
Kapitalismus und Sozialismus
Edition:
Zweite Auflage
Place of publication:
Leipzig ; Berlin
Publisher:
B. G. Teubner
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 175 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Methode Le Play's
  • Zweiter Abschnitt. Beurteilung der Methode Le Play's

Full text

145 
10* 
Subvention durch einen Lohnzuschuß in Höhe der Miete, welche die 
Familien an die Kapitalisten zahlten, die durch diese Art der Spe 
kulation das Industriesystem unter großer Gefahr für den sozialen 
Frieden verwirrten. Die hier beschriebene Familie wohnte 1851 
unter solchen Bedingungen. Wenn der soziale Friede durch dieses 
gefährliche Wohnungssystem noch nicht getrübt war, so kam das 
daher, daß der Hauseigentümer ein Bekannter der Familie aus 
Westfalen war, mit den Gewohnheiten, die den Mietern dauernden 
Wohnungsgenuß sichern. Immerhin konnte man damals schon voraus 
sehen, daß der Bruch mit diesem Friedenszustande eines Tages 
kommen würde durch das dem Eigentümer, früher oder später, zum 
Bewußtsein kommende augenscheinliche Interesse, von dieser Tradi 
tion abzugehen. 
Dieselbe Familie zeigt uns durch mehrere andere Einzelheiten 
ihrer Lebensweise den Übergang von der Stabilität und dem Frieden, 
wie sie in den drei ersten Monographien dieses Bandes beschrieben 
sind, zur Unstetigkeit und dem Klassengegensätze, wie sie in den 
folgenden Monographien oft erscheinen. So hat z. B. das Familien 
haupt als einfacher Mieter seiner Wohnung die Würde verloren, den 
für die Zukunft vorsorgenden Sinn, die Mäßigkeit, die das Eigen 
tum an Grund und Boden einflößt. Er vergeudet unnütz und ge 
fährlich einen beträchtlichen Teil seines Lohnes, der genügen würde, 
ihn in die Klasse der Eigentümer emporzuheben. Er zerstört so 
rings um sich die Gefühle und Interessen, die in der alten sozialen 
Verfassung die Glieder der Stammfamilie zusammenhielten. Man 
hat also Grund zu der Befürchtung, daß damit auch in der sächsi 
schen Ebene jener trostlose Zustand eingeleitet ist. der in den 
Kohlengebieten Belgiens, Frankreichs und Englands schon besteht: 
das Hinsterben ganzer Geschlechter alter Arbeiter in Not und Ver 
lassenheit. 
Zusammenfassend: die Solinger Industrie und die zahlreichen 
Werke im Ruhrbecken bilden heute ein neutrales Gebiet zwischen 
den beiden Bevölkerungsgruppen, den noch stetigen und den schon 
zerrütteten, die an den beiden äußersten Grenzen der Nordsee 
wohnen. Die Zukunft wird uns lehren, ob der sächsische Stamm, 
der sich auf seinem Heimatboden rein erhalten hat, den gefährlichen 
Neuerungen der Kohle und des Dampfes besser widerstehen wird, 
als der Zweig, den dieser Stamm nach England getrieben hat.
	        

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Ursachen Der Amerikanischen Concurrenz. Bahr, 1883.
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