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Die südrussische Eisenindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die südrussische Eisenindustrie

Monograph

Identifikator:
1012685772
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-22791
Document type:
Monograph
Author:
Klein, Hugo
Title:
Die südrussische Eisenindustrie
Place of publication:
Düsseldorf
Publisher:
Verlag Stahleisen
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (82 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Technische Ausrüstung der südrussischen Hüttenwerke
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die südrussische Eisenindustrie
  • Title page
  • Contents
  • Die Entwicklung bis zum Kriege
  • Beschreibung der südrussischen Hüttenwerke
  • Gesamterzeugung der südrussischen Hüttenwerke
  • Die südrussische Eisenindustrie während der Revolution
  • Die Zukunft der südrussischen Eisenindustrie
  • Technische Ausrüstung der südrussischen Hüttenwerke
  • Arbeiterverhältnisse und Arbeiterfürsorge

Full text

Technische Ausrüstung der südrussischen Hüttenwerke. 
75 
waohung der Betriebe notwendig war. Ein zweiter Grund war der, 
daß die Werke doch nicht den Anforderungen zeitgemäßer Technik 
vollständig entsprechen. Dies kam daher, daß die wenigen russi 
schen Maschinenfabriken sehr lange Lieferfristen verlangten, selbst 
auch meist nach ausländischen Zeichnungen arbeiteten, und daß es 
langer Zeit bedurfte, bis jede in Westeuropa eingeführte Neuerung 
und Verbesserung in Plan und Ausführung in das Donez-Gebiet ge 
langte. Die in Rußland angefertigten Maschinen kosteten meist 
nicht erheblich weniger als Einkaufspreis im Auslande plus Zoll, so 
daß man sich schwer zu Neueinrichtungen entschließen konnte, wenn 
deren Verzinsung nicht hinreichend gesichert war. Auch die General 
unkosten waren bedeutend höher als in Westeuropa, weil die Be 
wachung des Werkes durch eigene Wächter und vom Werke be 
zahlte Polizei sehr teuer kam. die technische und kaufmännische 
Werksleitung viel mehr Personen verlangte und der Verwaltungssitz 
in St. Petersburg sowie noch ein Nebensitz im Auslande hohe Aus 
gaben verursachten. 
Die Industrie der feuerfesten Steine. Bis zum Kriege 
lieferte Deutschland und in geringem Maße England einen großen 
Teil der hochwertigen Chamottesteine für Hochöfen, ferner Stopfen- 
und Ausgußsteine für Stahlpfannen und Dinassteine für die Martin 
öfen. In Südrußland bestanden damals zwei Fabriken, die Dinas 
steine herstellten: Dekonskaja und Krasnogorowka, beide im Donez- 
Gebiete gelegen. Außerdem hatten eine Reihe von Hüttenwerken 
eigene Abteilungen errichtet zur Herstellung ihres gewöhnlichen Be 
darfes feuerfester Steine. 
Infolge des Krieges fiel die ausländische Lieferung weg und die 
Hüttenwerke gingen daran, ihre Abteilungen' soweit zu vergrößern, 
daß sie ihren ganzen Bedarf decken konnten. So machten sich die 
Dnjeprovienne, Briansk, Jusowka, Russo-Belge und Droujkowka 
völlig unabhängig von dem Bezüge der südrussischen Steinfabriken. 
Briansk soll eine monatliche Herstellung bis zu 90000 Pud Dinas 
steine erzielt haben und hat einen Teil seiner Steine auf den Markt 
geworfen. 
Die Beschaffenheit der in den südrussischen Steinfabriken her 
gestellten Dinassteine hat sich während des Krieges nicht gebessert, 
da die Käufer doch stets einem gewissen Mangel gegenüber standen. 
Sie waren gezwungen, bis zu 1 / 10 des Gewichtes Bruchsteine anzu 
nehmen, während früher die ausländischen Steine trotz der Um 
ladung nicht mehr als 1 / 25 Bruch ergeben hatten. Die nicht be 
friedigende Beschaffenheit der Dinassteine ist nicht etwa in der Ge 
ringwertigkeit des Rohstoffes begründet; denn der in den Bezirken 
von Bachmut und Nikitowka vorkommende Quarzit ist seiner chemi-
	        

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Die Südrussische Eisenindustrie. Verlag Stahleisen, 1920.
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