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Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung

Monograph

Identifikator:
1013266285
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-23296
Document type:
Monograph
Author:
Lenz, Adolf http://d-nb.info/gnd/11764000X
Title:
Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Verlag von Ferdinand Enke
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 315 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Das Wesen des Wirtschaftskampfes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Der Kampf des wirtschaftlichen Imperialismus
  • Zweites Kapitel. Der Wirtschaftskrieg im engeren Sinne
  • Drittes Kapitel. Das Wesen des Wirtschaftskampfes
  • Viertes Kapitel. Die Beendigung des Wirtschaftskrieges
  • Fünftes Kapitel. Die internationale Regelung des Wettbewerbes der Völker

Full text

Arbeitszeit voll zu bezahlen!). Die Hauptstadt Milwaukee hat eine 
auf breitester Grundlage errichtete Gewerbe- und Fortbildungs- 
schule mit vielen hundert Lehrkräften, die in ihrem vorzüglichen 
Aufbau als eine geistige und soziale Grosstat angesehen werden 
kann. Sie beruht auf einer Verbindung der Grundgedanken der 
deutschen Gewerbeschule, Kunstgewerbeschule und technischen 
Hochschule. Es fehlt auch hier wieder der Hemmschuh ängstlicher 
Abgrenzung. Ihr Leiter, Mr. Cooley, hat das gewerbliche und 
technische Schulwesen in Deutschland durch eigene Anschauung 
kennengelernt und teils auch in Anlehnung an deren Grundideen 
mit der „Vocational-School“ zu Milwaukee ein Werk eigenartiger 
Prägung geschaffen, indem er die Lehrmethode so organisierte, 
dass so ziemlich alle beruflichen und technischen Fähigkeiten der 
ihm anvertrauten Schüler und Schülerinnen herausgefunden und 
entwickelt werden können. Von Deutschland spricht Mr. Cooley 
mit grosser Achtung. 
Abgesehen von einer solchen Einrichtung wie im Staate Wis- 
consin kann jedoch wiederholt werden, dass im allgemeinen auch 
für höhere Bildungsmöglichkeiten die Grenzlinie — aus schon dar- 
gelegten Gründen — zwischen der Ober- und der Unterschicht der 
Arbeiterschaft hindurchläuft, und diese Trennungslinie scheint 
uns sogar eine der entscheidenden, wenn nicht die entscheidende 
zu sein. 
Der breite Weg und die weiten Pforten zu jeglicher Bildungs- 
einrichtung — wohl der beste Teil amerikanischer Demokratie — 
können in ihrer Bedeutung für die soziale Gestaltung und Gesinnung 
des Landes kaum überschätzt werden. Die Zahl der Studierenden 
auf höheren Schulen reicht gegenwärtig nahe an eine halbe Million! 
Die Zahl der eingesessenen Staatsbürger ist eben so dünn, dass für 
einen weit grösseren Bruchteil derselben als irgendwoanders ein 
über blosser Tagelöhnerstellung liegender Platz im Erwerbsleben 
frei ist, ja, man kann, trotz des starken Andranges zu allen Bil- 
dungsstätten und der damit verbundenen Anwartschaft auf ge- 
hobene. Berufsstellungen, nicht sagen, dass eine Überfüllung auf 
diesen Gebieten — selbst nur für die absehbare Zukunft — be- 
fürchtet wird. Im Gegenteil hält die Nachfrage nach geschulten 
Kräften an. . 
b) Der soziale Aufstieg der Frau. 
Die Nachfrage nach schulmässig ausgebildeten Kräften im 
Erwerbsleben machen sich besonders die Frauen des Landes zu- 
nutze. Die ungünstigen, völlig proletarischen Arten der weiblichen 
Beschäftigung haben wir bereits kennnengelernt, so dass noch kurz 
1) In’anderen Staaten müssen dies zumeist erst die Gewerkschaften durch tarifvertragliche Ab- 
machung!lausbedingen. — Vgl, das Beispiel eines amerikanischen Tarifvertrages auf Seite 145 ff. 
124
	        

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Amerikareise Deutscher Gewerkschaftsführer. Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes, 1926.
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