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Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung

Monograph

Identifikator:
1013266285
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-23296
Document type:
Monograph
Author:
Lenz, Adolf http://d-nb.info/gnd/11764000X
Title:
Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Verlag von Ferdinand Enke
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 315 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Kapitel. Die Beendigung des Wirtschaftskrieges
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Der Kampf des wirtschaftlichen Imperialismus
  • Zweites Kapitel. Der Wirtschaftskrieg im engeren Sinne
  • Drittes Kapitel. Das Wesen des Wirtschaftskampfes
  • Viertes Kapitel. Die Beendigung des Wirtschaftskrieges
  • Fünftes Kapitel. Die internationale Regelung des Wettbewerbes der Völker

Full text

130 
Ausgangspunkte. 
Für die Kontrolle der Ausfuhr in neutrale Länder werden Kontroll 
organisation, Kontingentierung oder konsulare Aufsicht gefordert. Dies 
ist, wie bereits dargestellt, in einigen neutralen Ländern auch durch 
geführt worden. 
Während die bisher dargestellten Maßnahmen für die Kriegsdauer 
berechnet waren, befassen sich der Abschnitt B mit Übergangsmaß 
nahmen für die Zeit des geschäftlichen, industriellen, landwirtschaft 
lichen und maritimen Wiederaufbaues der alliierten Länder und 
der Abschnitt C mit den dauernden Maßnahmen. Sie sind für das 
internationale Problem des Wirtschaftskrieges deshalb von besonderer 
Bedeutung, weil sie die wechselseitige wirtschaftliche Ab 
hängigkeit der Staaten offen anerkennen und in den einzelnen Ab 
hilfemitteln wie in den erläuternden Reden des französischen Handels 
ministers Clementei in Paris und des englischen Premierministers 
Asquith im Unterhause jene wirtschaftlichen Ursachen scharf hervor 
treten lassen, die auf Seite der Alliierten zum wirtschaftlichen Kriege 
drängten; es zeigen sich auch bereits Ansätze einer Regelung des Wett 
bewerbes im weltwirtschaftlichen Interesse. 
Es wurde in erster Linie von den genannten Staatsmännern hervor 
gehoben, daß sich die Volkswirtschaften der alliierten Länder von der 
deutschen Volkswirtschaft angegriffen fühlten. Asquith sprach 
in seiner Rede vom 3. August 1916 von einem besonderen „System 
deswirtschaftlichenVordringen s“, das Deutschland nach 
dem Kriege wieder aufnehmen werde; er behauptete, daß die Deutschen 
ihre Industrie bereits während des Krieges für einen Angriff auf die 
Märkte der Alliierten und deren Verdrängung in den neutralen Ländern 
bereits während der Übergangsperiode organisierten. Clementel 
verwies darauf, daß die deutsche Farbstoffindustrie sich zu einer engen 
Interessengemeinschaft zusammengeschlossen habe, um auch nach dem 
Kriege die V orherrschaft auf dem Weltmärkte zu behalten; wo sich 
der deutsche Handel einniste, erhebe er nicht nur Tribute, sondern bereite 
die 0 k k u p a t i o n vor und hinter der Friedensarbeit versteckten sich 
kriegerische Absichten. So haben wir es mit der bei England und 
Frankreich bereits eingewurzelten Anschauung zu tun, daß die deutsche 
Expansion sich als ein wirtschaftlicher Angriff entwickle. 
Als Mittel dieses Angriffs, der als rechtswidrig hingestellt 
wurde, wird mitunter ganz allgemein die unfaireMethode angegeben. 
Die Resolution B IV spricht von „wirtschaftlichen Angriffen durch Über 
schwemmung mit Waren oder irgend sonstiger unfairer Konkurrenz“. 
Die am häufigsten angeführte Art des unlauteren Wettbewerbes ist das 
„Dumping“, d. h. der Absatz von Waren im Auslande zu einem 
niedrigeren Preise als im Inlande. Als verantwortlich hierfür wird die 
deutsche Regierung betrachtet, die durch Zuschüsse, direkte oder in
	        

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Der Wirtschaftskampf Der Völker Und Seine Internationale Regelung. Verlag von Ferdinand Enke, 1920.
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