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Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung

Monograph

Identifikator:
1013266285
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-23296
Document type:
Monograph
Author:
Lenz, Adolf http://d-nb.info/gnd/11764000X
Title:
Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Verlag von Ferdinand Enke
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 315 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Kapitel. Die Beendigung des Wirtschaftskrieges
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Schutz dem Arbeiter!
  • Title page
  • Contents

Full text

freiheit und das Recht der Arbeitseinstellung wie für den Ar 
beitgeber, so auch für die Arbeiter gesetzlich anerkannt ist, nach- 
dein und in demselben Maße als die wirthschaftlichen Kämpfe und 
— Ausstände iti allen Industriestaaten an Zahl und Umfang 
stetig wachsen, muß es im Interesse der Arbeitgeber wie Arbeiter, der 
Producenten wie Consúmente», der Gesellschaft wie des Staates als eine 
der wichtigsten Aufgaben einer voraussehenden Politik betrachtet 
werden, au Stelle der „wilden", ungeordneten Massen geordnete, ziel 
bewußt geleitete „Organisationen" zu setzen. 
In der That, wenn den Arbeitgebern das Recht zusteht, sich 
zur Wahrung ihrer Interessen durch Pr eis-Conve ntionen und Car 
telle zur Regelung der Production und des Absatzes zusammenzu 
schließen, so können sie auch den Arbeitern dieses Recht nicht ver 
wehren, anderseits sollten sie aber den Bestrebungen auf 
Gewerkvereinliche Organisation der Arbeiter 
um so mehr volle Freiheit und Unterstützung leihen, als darin allein 
die Möglichkeit liegt, die Zeiten wilder Strike-Kämpfe, wie sie England 
durchgemacht hat, unserm Vaterlande zu ersparen. Ob die Gewerk- 
Vereine an und für sich wünschenswerth sind, ob sie der englischen, 
ob sie unserer Industrie mehr nützen oder den internationalen Con- 
currenzkampf erschweren, ob und in welchem Umfange die Arbeiter 
unb WMsmig genug besten werben,. ber Wibau^ 
der Interessen, den Bedingungen der „nationalen Production" Rechnung 
tragen, ob gar bie (Bef# bestes, ba& bie Goci a iberno! rnty 
sich der Organisation bemächtigen wird oder diese sich vielmehr als Bolt- 
mers gegen ¡ene erweisen merbe — aüe3 baß iinb fragen, bie ñámenlo) 
dem Arbeitgeber schwere Sorge bereiten mögen. Mögen diese selbst de- 
Glaubens sein: Lohn kämpfe seien immer vom Bösen nnd es 
im eigenen Interesse der Arbeiter am besten, wenn alles sich sriedllcy 
nach „Angebot und Nachfrage" regulire, — ein Standpunkt, der freru« 
mit den „Cartellen" von den Arbeitgebern selbst ausgegeben wird — cü 
diese Erwägungen und Besüchtungen erschöpfen die Frage nicht. D' 
entscheidende Frage ist und bleibt: wird der deutsche ArbeiterstaN 
auf die Versuche, durch Strikes die Löhne und Arbeits-Bedingunge" 
zu beeinflussen, verzichten? Glaubt man es jetzt noch, nachdem u" 
vorigen Jahre 100000 deutsche Bergarbeiter, jetzt (nach Zeitmş 
berichten) 50 000 elsäsische Textilarbeiter so zu sagen über Nacht »» 
Welt — und nicht am wenigsten ihre eigenen Arbeitgeber! —mit eine, 
Strike überraschten? „Es ist eben menschlich und natürlich, daß Jeder
	        

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Schutz Dem Arbeiter! Bachem, 1890.
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