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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D. Die Wirtschaftlichkeit
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

222 
Die Wirtschaftlichkeit. 
und Ereignissen zu tun, während die äußere Betriebs- Statistik sich mit j enen volks 
wirtschaftlichen Tatbeständen befaßt, die für den Wirtschaftsbetrieb (oder Ge 
schäftszweig) von Bedeutung sind. 
Die Innenstatistik ist zuerst in größerem Umfang in den Warenhausbetrieben 
angewandt worden, z.B. als Statistik der Verkäufe (Menge, Art, Preis auf den 
Kopf des Personals u. a. m.). Sie hat dann mit dem Wachsen der Betriebe, Ent 
stehen der Großunternehmungen, Konzerne und Trusts auch in der Industrie 
ihren Einzug gehalten. Hier zeigte es sich bald, daß eine geordnete Betriebs 
statistik, die dem Leiter täglich in Zahlen oder Diagrammen ein Abbild des Be 
triebes gab, für eine planmäßige Wirtschaftsführung unerläßlich war. Die An 
wendungsgebiete sind hier zahlreich und verschieden, je nach dem Zweck und der 
Eigenart des Betriebes und des Wirtschaftszweiges. Im folgenden seien einige 
Beispiele angeführt. 
Beschäftigungsstatistik: Zahl der Arbeitsstunden, der Schichten, der Produktions 
menge, der Bestellungen; Beobachtungszeitraum: täglich, monatlich oder jährlich. Zweck: 
Grundlage für Kostenrechnung, Personalpflege. 
Absatzstatistik: Absatz der Erzeugnisse in Mengen oder Werteinheiten aufgeteilt nach: 
Abnehmergruppen (Großhändler, Verbraucher, Verarbeiter, Genossenschaft) oder nach Art 
des Absatzes (Bahn, Schiff, Lastwagen), nach Erzeugnissorten oder nach Absatzgebieten. 
Zweck: Erkenntnis der Absatzbewegung bei den Abnehmergruppen, in den Absatzbezirken, 
bei einzelnen Kunden, dementsprechende Maßnahmen für Werbung, Verkauf, Betriebs 
beschäftigung. Insbesondere Statistik der Verkaufspreise (wertvoll in graphischer Darstellung). 
Unk Ostenstatistik: verschieden in Industrie, Bank, Handel, Verkehr; Gesamtunkosten 
und einzelne Unkosten (Vertriebsunkosten, Verwaltungsunkosten, Gehälter, Unkosten der 
verschiedenen Abteilungen oder der verschiedenen Verarbeitungsstufen). Zweck: Über 
wachung, Kontrolle, Beobachtung, Kostenrechnung. 
Technische Statistik: wichtigstes Kennzeichen ist die mengenmäßige (nicht wert 
mäßige) Beobachtung; beschäftigt sich mit den Ergebnissen der technischen Betriebsaus 
rüstung. Zum Beispiel Erhebung über den Wirkungsgrad der Kraftmaschinen, über Leistung 
(Hervorbringung) der Arbeitsmasohinen, über Ausbeute, Ergebnisse oder Eohstoffe, z.B. che 
mische Industrie, Mühlenindustrie, Brauereien usw. 
Finanzstatistik: Vergleich der verfügbaren Mittel mit Verpflichtungen, verbunden mit 
Schätzung der voraussichtlichen Eingänge und Zahlungsverbindlichkeiten (Errechnung der 
Liquidität) des Betriebes. 
Lagerstatistik; Bewegung der Lagerbestände (Rohstoff-, Halb- und Fertigwaren), 
Kontrolle des Lagerumschlags. Ziel: möglichst kleine Läger, Erhöhung der Kapitalumschlags 
geschwindigkeit. 
Was die Organisation anlangt, so richtet sich diese nach dem Zweck und dem 
Umfang, den die Betriebs-Statistik annimmt oder annehmen soll. In Großbetrieben 
finden wir besondere statistische Abteilungen, oft in unmittelbarem Anschluß an 
die Leitung; in kleinen und mittleren Betrieben wird die Betriebs-Statistik mehr 
oder weniger von der Buchhaltungsstelle besorgt und hier wieder vielfach nur in 
gelegentlichen statistischen Zusammenstellungen. Über die Einrichtung und Aus 
gestaltung der Betriebs-Statistik in einzelne Unternehmungen finden sich Dar 
stellungen bei Calmes, Lilienthal, Zörner. 
Über die betriebliche Bedeutung der Betriebs-Statistik hinaus ist der volkswirtschaftliche 
Wert nicht zu unterschätzen, wenn die Ergebnisse der Betriebs-Statistik zusammengefaßt und 
veröffentlicht werden. Bisher fehlten gerade die Zahlen der inneren Betriebsvorgänge, z.B. 
über Lagervorräte, Auftragsbestand, Leistungsfähigkeit verschiedener Wirtschaftszweige. 
Solche Zahlen sind für den einzelnen Betrieb von größerem praktischen Wert als allgemeine 
Konjunkturbeobachtungen. Deshalb hat das Institut für Konjunkturforschung seit einiger 
Zeit auch neben der allgemeinen Konjunkturbeobachtung der Branchenstatistik und 
Branchenkonjunkturbeobaohtung besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Auch die einzelnen 
Wirtschaftsgruppen, wie z.B. die Fachgruppe Maschinenbau, die Fachgruppe Einzelhandel, 
widmen diesen Fragen ihre Aufmerksamkeit. Die Mitglieder werden aufgefordert, in gewissen 
Zeitabständen der Fachgruppe über die Bewegung der Umsätze, Aufträge, Vorräte, Preise, 
Unkosten mit genauen Zahlenangaben zu berichten. Diese Zahlen werden dann in der Ver 
bandsgeschäftsstelle zusammengesteütundeinzeln oder als Durchschnitt oderHöchst-undNied- 
rigstzahlen den berichtenden Mitgliedern bekanntgegeben, natürlich ohne Nennung der Namen.
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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