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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
B. Die Menschen im Betrieb
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

54 
Die Menschen im Betrieb. 
kommen des Unternehmers. Es ist üblich, hierbei die Unterscheidung zu machen: 
Unternehmerlohn, Kapitalverzinsung und eigentlicher Unternehmungsgewinn. 
Den Unternehmungsgewinn in diesem Sinne erhält man, indem man für die Kapi 
talrente einen bestimmten Betrag rechnet und ebenfalls als Unternehmer lohn 
eine bestimmte Summe ansetzt; der sich gegenüber dem Gewinn der Unterneh 
mung ergebende Unterschied ist dann der eigentliche Untemehmungsgewinn. 
Beispiel: Gewinn der Unternehmung 50 000 RM, Unternehmerlohn = 24000 RM, 
sowie Kapitalrente (6% auf 200 000 RM) = 12 000 RM, ist eigentlicher Unter- 
nehmungsgewinn: 14 000 RM. Doch ist nicht nur die rechnerische Aufgliederung 
willkürlich (wonach ist der Unternehmerlohn zu bemessen ?), sondern auch die 
begriffliche Aufteilung erregt Zweifel. Denn in Wirklichkeit wird eben der Ge 
winn von 50 000 RM durch die Tätigkeit des Unternehmers in der Unternehmung 
hervorgebracht. Und wie steht es, wenn das Geschäftsjahr mit einem Verlust ab 
geschlossen hat ? In der Praxis wird daher auch einer solchen Aufgliederung keine 
entscheidende Bedeutung beigemessen. Gewöhnlich wird der gesamte Gewinn in 
Beziehung zum Kapital gesetzt, um anzudeuten, daß hohe, mittlere oder niedere 
Gewinne vorliegen. 
An dieser Auffassung ändert es nichts, wenn der Unternehmer im Laufe des 
Jahres — bis zur Gewinnfeststellung — Beträge entnimmt, um damit seinen 
Lebensunterhalt zu bestreiten. Diese Entnahmen sind als Vorauszahlungen auf 
den Gewinn anzusehen, die später mit dem in der Jahresbilanz ermittelten Ge 
winn und dem Kapital (s. 2. Buch, S. 177) verrechnet werden. Bei der Festsetzung 
der Höhe dieser Entnahmen, gewöhnlich als Monatsraten, denkt der Unternehmer 
weniger an die Abschätzung des Entgeltes für seine Arbeitskraft (Unternehmer 
lohn) als vielmehr an die Ausgaben, die er vorzunehmen gedenkt. Im Grunde ge 
nommen ist dasselbe auch bei der Stillen und Kommanditgesellschaft der Fall, 
wenn zur Berechnung des Gewinnanteils des stillen Gesellschafters oder des 
Kommanditisten vorerst vom Gewinn eine Entschädigung für die Arbeitskraft des 
Kaufmanns oder des Komplementärs abgesetzt wird. Auch das HGB. nimmt den 
Standpunkt ein, daß der Gewinn der Unternehmung ein unteilbares Ganzes ist, 
so, wenn bestimmt wird, daß der Gewinn, sofern der Vertrag nichts anderes be 
stimmt, einfach nach Köpfen unter die Gesellschafter zu verteilen ist. 
Bei der Aktiengesellschaft scheinen die Dinge auf den ersten Blick anders zu 
liegen. In der Regel erhalten die Mitglieder des Vorstandes eine feste Vergütung 
(Gehalt) und einen (wechselnden) Anteil vom Gewinn (Tantieme). Über den 
Sinn dieser Regelung soll nachher gesprochen werden. Hier sei nur vermerkt, daß 
aus der Tätigkeit des Vorstandes (und seiner Mitarbeiter) ein einheitlicher und 
unteilbarer Gewinn hervorgegangen ist, der schließlich auf die Mitarbeiter (Löhne), 
den Vorstand (Gehalt und Tantieme) und die Aktionäre (Dividende) nach be 
stimmten Schlüsseln aufgeteilt wird. Daß auch hier das sog. feste Gehalt nicht 
als der Unternehmerlohn angesehen werden kann, werden die nachfolgenden Aus 
führungen noch näher ergeben. 
Die Bemessung des Geldeinkommens nach dem Gewinn der von ihm geführ 
ten und geleiteten Aktiengesellschaft soll den Zweck haben, den Vorstand an den 
finanziellen Erfolgen seiner Unternehmung teilnehmen zu lassen, ihn anzuspornen, 
an den Gewinn zu denken, die Wirtschaftlichkeit zu beachten und den Wettbe 
werb zu bestehen. Der Gefahr einer zu stark betonten Gewinnjägerei steht die 
Möglichkeit von Verlusten und Rückschlägen gegenüber, die auch für den Vor 
stand eine Einbuße bedeuten oder bedeuten sollten. Das liegt daran, daß über die 
Abgrenzung und Aufteilung des Entgeltes als festes Gehalt und Tantieme kaum 
bestimmte Regeln anzutreffen sind, die Höhe des Entgelts also stark von Willkür- 
lichkeiten abhängig ist.
	        

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Zollhandbuch Für Die Ausfuhr Nach Rußland 1906-1917. Deutsch-Russischer Verein, 1912.
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