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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
B. Die Menschen im Betrieb
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

62 
Die Menschen im Betrieb. 
die eigentlichen Buchhalter, Kassierer, Korrespondenten von den mechanischen 
Arbeiten entlastet wurden und sich auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren 
konnten. Zudem rückten sie in eine übergeordnete Stellung ein (Gruppen-, Ab 
teilungsleiter), häufig sogar mit der Vertretungsbefugnis nach außen (Handlungs 
bevollmächtigter, Prokurist, stellvertretender Direktor). Auf der anderen Seite 
bedeutete das Ausgliedern der mechanischen Arbeiten ein weiteres Absacken von 
der eigentlichen kaufmännischen Grundarbeit, für die Arbeitskräfte den Übergang 
zur Eintönigkeit (und Freudlosigkeit) ihrer Arbeit, für den Wirtschaftsbetrieb 
zugleich die neue Aufgabe, durch geeignete Maßnahmen den Beteiligten die Ein 
tönigkeit der Arbeit erträglich und für den Betrieb ungefährlich zu machen. 
Zum zweiten: die Massenhaftigkeit und die Eintönigkeit der Nebenarbeiten 
bildet die Grundlage zum Übergang zur Maschinenarbeit. Die Einführung der 
Maschine ruft im Bereiche der kaufmännischen Nebenarbeiten folgende Wir 
kungen hervor; 1. Die Maschine vollendet die Scheidung der mechanischen Arbeit 
von der mehr schöpferischen Arbeit. Das Beispiel: Die Schreibmaschine, die das 
Schreiben von dem Entwurf des Briefes trennt. Ein neuer Typ des kaufmänni 
schen Angestellten ist entstanden: der Maschinenschreiber (Stenotypistin), der 
nach Vorlagen oder Diktat schreibt und heute fast in jedem größeren Wirtschafts 
betrieb anzutreffen ist. 2. Die Maschine übernimmt die Erledigung der Arbeit 
des Kopierens, Vervielfältigens, des Adressierens u. a. m. Die Handhabung der 
Maschine setzt keinerlei kaufmännische Kenntnisse, wohl aber einige manuelle 
Geschicklichkeit voraus. 3. Die Maschine vereinfacht die Arbeit, setzt aber zur 
Ermöglichung dieser Vereinfachung eine genaue Kenntnis der Leistungsfähigkeit 
der Maschine voraus; Rechenmaschine (in ihren Abarten der schreibenden Re 
chenmaschinen). Hier ist die Methode der Arbeit geändert und die Leistungs 
fähigkeit des Angestellten gesteigert worden. 4. Ruft die Maschinenarbeit eigen 
artige Vorarbeiten und Gestaltungsaufgaben hervor; die einzelne Arbeit muß 
für die Maschinenarbeit reif gemacht werden. Das setzt genaue Kenntnis der zu 
leistenden Arbeit und Kenntnis der Leistungsfähigkeit der betreffenden Maschine 
voraus. In allem: die (sog. Büro-)Maschinen sondern die einförmigen Arbeiten 
ab, ersetzen vielfach die Handarbeit durch die Maschinenarbeit, steigern die Schnel 
ligkeit (und Ordnungsmäßigkeit) der geleisteten Arbeit und sie rufen zugleich 
neue Typen der kaufmännischen Nebenarbeit hervor. 
Eine besondere Erwähnung verdient noch die Verwendung von weiblichen 
Arbeitskräften zur Erledigung der kaufmännischen Nebenarbeiten. Die Erinne 
rung ist nicht unwichtig, daß es 1882 so gut wie keine weiblichen Angestellten gab, 
während 1933 1,578 Millionen männliche und 1,151 Millionen weibliche Angestellte 
gezählt wurden. Das Einströmen von Frauen in den kaufmännischen Beruf hängt 
zweifellos in erster Linie mit der durch den Großbetrieb bewirkten Aus- und Um 
gestaltung der kaufmännischen Nebenarbeiten zusammen. Für den Wirtschafts 
betrieb liegen verschiedene Gründe vor, die es nahe legen, von der Einstellung 
weiblicher Arbeitskräfte Gebrauch zu machen (wobei freilich zu berücksichtigen 
ist, daß auf der anderen Seite die Bevölkerungsentwicklung und die Politik der 
Gleichberechtigung der Frau diesen Gründen zur Seite standen): 1. Die weiblichen 
Arbeitskräfte übernehmen die mehr einförmigen Arbeiten gegen geringeres Ent 
gelt als ihre männlichen Berufsgenossen; für den Betrieb entstand eine Kosten 
ersparnis (vgl. III). 2. Es ist erwiesen, daß gewisse Arbeiten von Frauen zuver 
lässiger ausgeführt werden als von Männern; dazu gehören vor allem solche Ar 
beiten, die eine gewisse Fingerfertigkeit, Geduld und Aufmerksamkeit erfordern 
(Schreibmaschinenarbeit). 3. sind Frauen für bestimmte Arbeiten besonders ver 
anlagt: als Verkäuferinnen in den offenen Ladengeschäften (mehr als die Hälfte 
sämtlicher von der Statistik erfaßten Verkäufer sind Frauen). 4. Die Eigenarten
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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