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Wie Deutschland seine Schulden bezahlen kann!

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Bibliographic data

fullscreen: Wie Deutschland seine Schulden bezahlen kann!

Monograph

Identifikator:
1014015472
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-24472
Document type:
Monograph
Author:
Ladendorf, Friedrich
Title:
Wie Deutschland seine Schulden bezahlen kann!
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag Otto Elsner Verlagsgesellschaft m.b.H
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (64 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
3. Teil. Das neue System
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wie Deutschland seine Schulden bezahlen kann!
  • Title page
  • Contents
  • 1. Teil. Allgemeine Grundsätze der Steuerpolitik
  • 2. Teil. Kritik des geltenden Steuerwesens
  • 3. Teil. Das neue System
  • 4. Teil. Zusammenfassende Kritik des neuen Systems

Full text

40 
ist also bei der Beurteilung der entscheidenden Frage: Wie groß ist 
das deutsche Volksvermögen? vorläufig allerdings auf Mutmaßungen 
und Schatzungen angewiesen. Wenn man aber alle Gegenstände, 
ob es sich nun um Häuser, Landgüter, Maschinen, Warenbestände, 
Juwelen oder andere Dinge handelt, zu dem heutigen Jnflations- 
tageswert addiert, so muß man zu einem ungeheuren buchmäßigen 
Volksvermögen gelangen. Vor dem Kriege hatte Steinmann-Bucher 
das deutsche Volksvermögen auf 350 bis 400 Milliarden veran 
schlagt, eine Schätzung, die aber offensichtlich sehr weit hinter dem 
tatsächlichen Bestände zurückblieb. Eine Bezifferung auf 600 Mil 
liarden wäre schon damals kaum ausreichend gewesen. Legt man eine 
Wertsteigerung infolge der Inflation auf das 1bfache zugrunde, 
— fast alle Güter sind um das zehnfache, sehr wichtige Güter, 
sogar Massengüter, wie Kohle usw, um das zwanzig- bis dreißig- 
fache gestiegen —, so kommt man zu der freilich phantastisch klingenden 
Summe von 9000 Milliarden, die bei einer Besteuerung von 6 pro 
Mille bereits 54 Milliarden erbringen würden. Legt man aber, 
solange Deutschland mit solcher Finanznot zu kämpfen hat, anstatt 
eines Satzes von 6 pro Mille einen solchen von 8 pro Mille zu 
grunde, was bei meinem System natürlich ohne weiteres möglich 
ist, und auch den einzelnen Zenstten noch keineswegs schwer belasten 
würde, so würde diese einzige Steuer bereits 72 Milliarden erbringen, 
d. h. schon den Hauptbedarf des Reiches vollauf decken. Ich betone 
natürlich, daß meine Zahlen nicht als Tatsachen genommen sein 
wollen, denn mir fehlen hierfür zur Ermittelung die nötigen Unter 
lagen; sie sollen vielmehr nur dazu dienen, die Idee der Vermögens 
haststeuer als solche zu erklären und zu begründen. Wenn also 
diesem Jnstations-Papiervermögen von 9000 Milliarden Mark, eine 
Schuldenlast von — ebenfalls beispielsweise — 900 Milliarden 
Papiermark gegenübersteht, so würde sich das Verhältnis von 1:10 
ergeben. 
Sollte die allgemeine Konjunktur zurückgehen, so würden 
natürlich die Tageswerte sinken, und dann wäre das Verhältnis 
vielleicht 1: 9 oder 1:8, aber die Zinsen- und Amortisationsdeckung 
würde immer gesichert sein. Ich habe bisher die Vermögenshast 
steuer immer nur aus 6 Prozent (einschließlich Amortisation) fest 
gesetzt, es steht ja aber nichts im Wege, bei plötzlich eintretendem 
berechtigten Staatsbedarf, also aus einer gewissen Zwangs- und
	        

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Wie Deutschland Seine Schulden Bezahlen Kann! Verlag Otto Elsner Verlagsgesellschaft m.b.H, 1921.
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