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Das Retablissement Ost- und Westpreußens unter der Mitwirkung und Leitung Theodors von Schön

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Bibliographic data

fullscreen: Das Retablissement Ost- und Westpreußens unter der Mitwirkung und Leitung Theodors von Schön

Monograph

Identifikator:
1015100317
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25989
Document type:
Monograph
Author:
Mayer, Eduard Wilhelm http://d-nb.info/gnd/117542768
Title:
Das Retablissement Ost- und Westpreußens unter der Mitwirkung und Leitung Theodors von Schön
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1916
Scope:
1 Online-Ressource (XIII, 124 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Schöns Bauernpolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Retablissement Ost- und Westpreußens unter der Mitwirkung und Leitung Theodors von Schön
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Kriegsschäden und Entschädigungen in den Jahren 1806-15. Das Retablissement und die Reformgesetze 1807-11
  • Erstes Kapitel. Der Retablissementsfonds in der Hand der Stände. 1816-1823
  • Zweites Kapitel. Der von Schön verwaltete Landesunterstützungsfonds 1824-1835
  • Drittes Kapitel. Schöns Bauernpolitik
  • Schluß
  • Namensregister

Full text

— 94 — 
Die Ansicht, die die Gutsherren über diesen Punkt hatten, illustriert am besten 
ein Satz Alexander Dohnas: „Durch die bäuerlichen Regulierungen ward 
auch die fast gebieterische Notwendigkeit herbeigeführt, durch Eintauschung, 
durch Annahme gegen Erlaß von Hofwehrgeldern und bäuerlichen Zins 
resten und durch bare Bezahlung bäuerliche Grundstücke zu acquirieren, 
um zu einem guten Arrondissement und zu einer angemessenen Ausdehnung 
zu gelangen. Da die Gelegenheit nie wiederkehrte, so durfte man dieselbe 
nicht unverantwortlicherweise unwiderruflich unbeachtet vorübergehen 
lassen H." Gerade das Schlobittensche Majoratsgnt ist denn auch ein Bei 
spiel, daß ungünstige finanzielle Verhältnisses die Ausdehnung 
des Gutsbesitzes nicht verhinderten. Die Begüterung war 1829 
29130 Morgen groß. Davon sind 5000 Morgen durch die Regulierung 
und außerdem durch Ankauf köllniischer und bäuerlicher Grundstücke 2100 
Morgen erworben^). Eine ganze Ortschaft ist damals ausgekauft worden. 
Dabei hat gerade Alexander zu Dohna, staatsmännisch, wie er die Dinge 
anzusehen wußte, die Bedeutung eines kräftigen Bauernstandes klarer 
erkannt als die meisten seiner Standesgenossen. Wie nmßte es da ander 
wärts aussehen! In der Steinorter Begüterung der Grafen Lehndorf, 
auf der 1795 86 Bauern und 75 Jnstleute gesessen hatten, fanden sich 1830 
nur noch 10 Bauern und 12 bäuerliche Pächter, dagegen 178 Jnstleute. 
Weiterhin wurden auch die letzten Bauern ausgekauft. „Ein geradezu 
erschreckendes Beispiel vom Wirken des Fideikomnnsses !" 4 ) 
In den dreißiger Jahren schwoll die Zahl der aufgekauften Bauerngüter 
noch stärker an. Ganze Dorfschasten lösten sich auf. Größere Bauernhöfe 
verwandelten sich in eine Anzahl kleiner, nicht spannfähiger Arbeiter 
besitzungen. Namentlich unter den kleinen Banernstellen wurde gründlich 
aufgeräumt. „Während in Deutschland — so schreibt v. Haxthausen 1839, im 
Sinn des alten Neichsrechts korrekt — der Bauer es für einen großen Makel 
hält, sein Gut aufzugeben und Tagelöhner zu werden, ein freiwilliger 
Verlust für eine Art Schande gilt, sind in Preußen Tausende von Bauern 
ohne große Schwierigkeit ausgekauft worden ^)." 
Der Staat hat diese Entwicklung ruhig geschehen lassen. Theodor 
von Schön wäre wenig geeignet gewesen, sie zu hemmen: „Kleine Bauern 
sind vom Übel; der Staat darf ihnen nicht beistehen; warum für sie 
0 Eigenhändiges Promemoria v. 13. Okt. 1829. Schlobitten. 
2 ) Vgl. oben S. 50 Sinnt. 6. 
3 ) Expose v. Brünnecks für Schön 7. Nov. 1829 a. a. O. Gleichzeitig sind 1800 
Morgen Forst erworben worden. Die Erwerbungen kosteten über 10000 Tlr. 
0 Böhme S. 73. 
°) v. Haxthausen S. 106.
	        

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Das Retablissement Ost- Und Westpreußens Unter Der Mitwirkung Und Leitung Theodors von Schön. Verlag von Gustav Fischer, 1916.
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