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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

— 116 — 
daß in der öftlidjen Ufraine auf dem linken Dnjeprufer der moskowitijdhe 
Drud ebeno hart Iaftete wie auf dem weitliden Ufer der polni[dhe. 
Wohl erhob fiH nod) einmal das ufraini[de Bolk unter Mazeppa 
jür feine Freiheit, als der Moskowiterzar Peter der Große fig mit 
Polen verbündete, um die SGrokmadhtitellung Schwedens an der Oftjee 
zu brechen. AWber das Glüd der Waffen entjdhied in der Ufraine bei 
Boltawa gegen Mazeppa und den genialen Schwedenkönig Karl XII, 
der nach vielen Siegen über Moskowiter und Polen mit jeinem Heer 
dorthin gezogen war, um die Selbjtändigkeit der Ukraine 3U erfämpfen 
und damit ein politijdes Gleidgewicht in DOiteuropa wieder Herzu- 
jtellen. Die Folgen der Schladht von Poltawa waren die FeltjeBung 
Rußlands am Dnjepr und an der Oltiee — mit der Teilung Polens 
fam aud) die Wejt-Ukraine an Rußland, wie Ojtgalizien an Olter» 
reich, und feitdem beginnt der große Kampf gegen alle ufrainifcdhe 
Kultur durch das großruflijge Mosiowitertum. Katharina II. führte 
bereits in hHärtejter Form die Leibeigenfhaft in der Ukraine ein, verlieh 
ihren Günftlingen, großrufjilden Generälen und Beamten, Latifundien 
und Grundbejige in der Ukraine auf früher freiem ufraini[den Bauern- 
[ande. Jedes gedructe ukrainijde Wort wurde verboten, fogar der 
Belig von Gebetbüchern in diejer Sprache hart beitraft. Indellen 
gelang es nicht, die Bolksjeele zu töten und zu zulfifizieren, zumal [id 
unterdejfen in Oftgalizien die ufrainifhe Kultur felbftändig im Habs- 
burger Reide entwideln Konnte und von dort aus aud) in das große 
Sebiet der von Rukland vergewaltigten Ukraine eindrang. Zwar gelang 
es der Petersburger Regierung wohl, in den Städten den AnfchHein einer 
tein mostfowitifd-großrulfijden Kultur hervorzurufen: bei Härtelter 
Strafe waren ukraini[dhe Straßenjdhilder und fonjtige SInfgHriften eben[o 
wie Bücher und Schriften verboten; fein gebildeter Ufrainer wurde 
in feiner Heimat im Staatsdienjte beihäftigt, jondern er Konnte nur in 
den übrigen Gebieten des Zarenreidhes auf Anfjtellung rechnen. Aud 
nur Häuslider Gebrauch) der ufrainilden Sprache Hätte aber aud) 
dort fofortige Entlaffung aus Beamten- und Offizierslaufbahn 3zUr 
Volge gehabt. Infolge diejes unerhörten Drudes bildeten allerdings 
in den Städten die Iandfremden zujlifg-moskowitijden Beamten mit 
der gleichfalls dorthin dringenden großrulliiden Ge[Häftswelt zuJammen 
zine rulfijde Ober[dhicdht, zu denen ji in den jüdweitliden Gouver- 
nements nod) die zahlreiden Yuden gefellten; in den Jüdlihen Städten, 
am Schwarzen und Ajowjdhen Meere, jowie in der Krim außerdem nod) 
Tartaren, Griedhen, Armenier, Bulgaren und Deutfhe. AWber auf dem 
flagen Lande faH in gejhlofjener Malle das Bauernvolk der Uirainer, 
aus dem fiH in emjiger, unermüdlicher Arbeit eine bäuerlihe In- 
telligenz und Führerfdhaft entwidelte, die ihre Stärke und Kraft in 
bem mehr und mehr auch die völkiide Führung übernehmenden wirt-
	        

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Schutz Dem Arbeiter! Bachem, 1890.
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