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Tote und lebendige Wissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Tote und lebendige Wissenschaft

Monograph

Identifikator:
1016561377
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85201
Document type:
Monograph
Author:
Spann, Othmar http://d-nb.info/gnd/118615904
Title:
Tote und lebendige Wissenschaft
Edition:
Zweite, stark vermehrte und durchgesehene Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1925
Scope:
XV, 172 Seiten
Digitisation:
2019
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Ausgliederungsordnung der Wirtschaft und ihre Vorrangverhältnisse
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Tote und lebendige Wissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Die vier Grundgestalten der Wirtschaft
  • Tausch und Preis nach individuallistischer und universalistischer Auffassung
  • Die Ausgliederungsordnung der Wirtschaft und ihre Vorrangverhältnisse
  • Bemerkungen zu Max Webers Soziologie
  • Index

Full text

99 
wirtschaftliche Handlung ist, daß sie die G l i e d h a f t i g - 
k e i t im jeweiligen Ganzen der Wirtschaft besitzt, der muß 
auch die Folgerung ziehen, daß diejenige wirtschaftliche Tätig 
keit, welche den einzelnen Elementen die Gliedhaftigkeit immer 
wieder von neuem verleiht, die Gemeinsamkeitsreife, die wesen- 
bafte, sohin nicht etwa nur reale, sondern begriffliche Voraus 
setzung für alle übrigen bildet. 
Es leuchtet darum schon logisch ein, daß die Gemeinsam 
keitsreife vor der Hervorbringungsreife ist, doch mögen dies 
noch einige Beispiele belegen. Angenommen, die Lieferung 
von Gewebewaren aus Wien nach Belgrad könnte zu einem 
bestimmten Zeitpunkt nicht stattfinden, ein neuer Handels 
vertrag ermögliche sie aber plötzlich. Dann ist es klar, daß der 
Handelsvertrag, also ein Gebilde der Gemeinsamkeitsreife, 
die Erzeugung von Gewebe zwar nicht real bewirkte (die reale 
Erzeugung liegt an Dampfmaschine, Webstuhl usf., nicht mit 
Handelsvertrag); aber die begriffliche, wesenhafte Voraus 
setzung dafür bildet, daß sowohl das Handelsgeschäft abge 
schlossen werden konnte (d. h. der Handelsvertrag war Vor 
aussetzung für die Marktreife) wie auch die Arbeit in den 
Fabriken aufgenommen werden konnte, denn erst auf Grund 
der Bestellungen des Handels konnten die Fabriken erzeugen. 
„Voraussetzung" ist aber zu wenig gesagt — es ist zugleich 
ein Führen, ein Mitbauen, ein Bilden des Gliedes (im logi 
schen, nicht im realen Sinne), das hier vorliegt; denn den 
in anderen Ganzheiten schon ausgebildeten Gliedern wird nun 
eine neue Gliedhaftigkeit, wird neues Leben, neue Entwicklung 
geschenkt. — Desgleichen sind die Arbeitshandlungen des Heizers 
an der Dampfmaschine, des Setzers an der Setzmaschine nicht 
schon an sich „Wirtschaft", sondern sie sind es erst als Glieder 
ihrer Fabrik, deren „Betriebsorganisation" jenes Gebilde der Ge- 
meinsamkeitsreife, d. h. jenes „Kapital höherer Ordnung" aus 
macht, das sie von bloß technisch Agierenden zu Gliedern macht.
	        

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Tote Und Lebendige Wissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1925.
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