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Tote und lebendige Wissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Tote und lebendige Wissenschaft

Monograph

Identifikator:
1016561377
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85201
Document type:
Monograph
Author:
Spann, Othmar http://d-nb.info/gnd/118615904
Title:
Tote und lebendige Wissenschaft
Edition:
Zweite, stark vermehrte und durchgesehene Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1925
Scope:
XV, 172 Seiten
Digitisation:
2019
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Ausgliederungsordnung der Wirtschaft und ihre Vorrangverhältnisse
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Tote und lebendige Wissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Die vier Grundgestalten der Wirtschaft
  • Tausch und Preis nach individuallistischer und universalistischer Auffassung
  • Die Ausgliederungsordnung der Wirtschaft und ihre Vorrangverhältnisse
  • Bemerkungen zu Max Webers Soziologie
  • Index

Full text

vj\\TvS C/j# 
— 107 — 
veÄs 
Kie\ 
: Bibliothek 
ganze (in der Marktreife vor der Hervorbringungsreifc). sÄner 
im Geld vor der Ware) offen vor Augen lag, da das ft 
nur niedrigere Ganze oder Glied deutlich als solches gegen: 
dem höheren Ganzen oder Zwischengasen zu erkennen war. 
Anders liegt die Sache, sobald wir in die reine Werkreife 
eintreten. (Die reine Werkreife besteht aus: Stoffreife — stoff 
lich im engsten Sinne, z. B. Hochofen —, Zeitreife, z. B. Kon- 
scrvierungsgewerbe, und Ortsreife, z. B. Frachtwcsen.) Kann 
es innerhalb der Werkreife, wo ein einheitlicher Fortgang vom 
Rohstoffe bis zum Genußgute stattfindet, überhaupt einen „Vor 
rang" geben?; oder gibt es hier vielmehr nur einen genetischen 
Fortgang, einen Fortgang des Werdens? Die grundsätzliche 
Antwort lautet: daß innerhalb einer genetisch artgleichen Reihe, 
die letzte Handlung als das Ziel, als der Endzweck, die logische 
Bedingung aller vorherigen Glieder der Reihe ist, also die 
letzte Handlung den Vorrang vor allen früheren hat! Dies 
gilt aber nur von wirklich artgleichen Reihen, von wirklich 
artgleichen Geschlechtern leistender Wirtschaftshandlungen, die 
aufeinander folgen. Aber der Fortgang der Werkreife (z. B. 
vom Erzbergbau über die Verhüttung zum Schuhnagel) ist 
insofern kein einheitlicher, als nicht nur eine Kette von un 
mittelbar zum Genuß führenden Handlungen in ihr vorliegt 
(wie beim Pflücken und Essen reifen Obstes ohne Werkzeuge), 
sondern auch eine Werkzeugverwendung und darum neben 
jenen Wirtschaftstätigkeiten, die in ihrer geraden Abfolge zu 
letzt zum Genuß führen, jene Handlungen einhergehen, die zur 
Werkzeugherstellung, zur Herstellung von Realkapital, führen. 
Wir gewinnen daraus die Sätze: Innerhalb der reale Kapital 
güter verwendenden Werkreife ist Kapitalreife vor der übrigen 
Werkreife, kurz gesagt, hat Kapitalreife vor Genußreife den 
Vorrang; innerhalb der in gerader Abfolge zum Genußziele 
führenden Wirtschaftshandlungen hat die letzte Handlung vor 
der ersten den Vorrang. Wir formulieren diesen letzten Satz
	        

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Tote Und Lebendige Wissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1925.
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