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Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Bibliographic data

fullscreen: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Monograph

Identifikator:
1016729413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61429
Document type:
Monograph
Author:
Berghoeffer, Christian Wilhelm http://d-nb.info/gnd/115671919
Title:
Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Verlag Englert & Schlosser
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (272 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
  • Title page
  • Contents

Full text

36 
jedes Mal eine entsprechende Summe in Obligationen vorgelegt habe, 
beziehen. Hierauf wurde sein Gesuch nur in dem Sinne gewährt, 
daß die außer den dänischen und Frankfurter Obligationen einzu 
legenden Staatspapiere ebenfalls noch der höchsten Approbation 
bedürften. Meyer Amschel erklärte nun, daß er außer dänischen 
und Frankfurter noch pfalz-bayerische Partialobligationen einlegen 
wolle. Daraufhin fand die endgültige allerhöchste Genehmigung 
statt. Rothschild verhandelte dabei mit dem zweiten Departement 
des Kriegskollegiums, dieses gab jedesmal entsprechende Berichte 
an den Landgrafen, empfing die Antworten in Form eines Extraktes 
des Generalkriegsprotokolls und gab sie an Rothschild weiter. 
Am 31. Mai hatte dieser sein Gesuch eingereicht, und am 3. Juli 
fand die letzte Entscheidung statt. Das ging noch verhältnismäßig 
rasch. Wenn er aber seine Sache von Frankfurt aus betrieben 
hätte, so wäre er entweder gar nicht oder viel langsamer zum 
Ziel gelangt. Hier tritt uns wieder eine Eigenschaft entgegen, die 
der emporstrebenden Rothschildschen Familie wesentlich zustatten 
kam, ihr schnelles persönliches Eingreifen an Ort und Stelle. 
Das wiederholt sich bei den nunmehr folgenden Geschäften 
mit einer gewissen Regelmäßigkeit. Das letzte Geschäft vom 
Jahre 1801 wurde noch von Frankfurt aus gemacht. Und zwar 
wurde es mit Obligationen bestritten, die von den Gebr. Bethmann 
begeben waren. Diese Firma hatte damals eine dänische Anleihe 
von 1 Million fl 20 ff zu 4 1 /2°/o auf eine 8jährige Stillstandszeit 
eröffnet. Es war allgemein üblich, auf diese Obligationen einen 
Nachlaß von l 1 /** 0 / 0 zu vergüten, und unter dieser Bedingung erhielt 
Rothschild am 7. Dezember 1801 einen Auftrag auf 180 000 fl 24 ff 
und der Oberkriegszahlamtsagent Michel Simon in Kassel einen 
solchen auf 60 000 fl 24 ff 42 . 
Auch das folgende Geschäft im Mai des Jahres 1802 fand 
noch von Frankfurt aus statt. Rothschild verkaufte damals dem 
Landgrafen dänische und Frankfurter Obligationen im Gesamtbetrag 
von 200 000 fl, die ebenfalls mit der preußischen Rückzahlung be 
glichen wurden 43 . 
Beim nächsten Obligationenkauf aber ist Rothschild wieder in 
Kassel anwesend, um seine Sache an Ort und Stelle zu vertreten. 
Vom 31. Mai bis zum 3. Juli 1802 hatte er sich daselbst um die 
Lombardanleihe von 200 000 fl bemüht. Vom 12. August bis 4. Sep 
tember war er ebenfalls dort, um den Auftrag auf 100 4 4 /sprozentige
	        

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Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
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