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Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

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Bibliographic data

fullscreen: Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

Monograph

Identifikator:
101947257X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35839
Document type:
Monograph
Author:
Reuß, Alfons http://d-nb.info/gnd/1051831989
Title:
Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
Place of publication:
Jena
Publisher:
Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 145 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Abschnitt. Die Methode Le Play's
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Methode Le Play's
  • Zweiter Abschnitt. Beurteilung der Methode Le Play's

Full text

47 
Ti 
Die Methode der Monographie, so fährt er fort, zeigt deutlich die Unver 
änderlichkeit der beiden Grundelemente (göttliches Gebot, väterliche Gewalt) 
und ebenso die Anpassung der fünf variablen Elemente an die Verhältnisse 
des Ortes und der Zeit .... Was jene ersten beiden Elemente betrifft, 
so sind die sorgsamsten Beobachter überzeugt, daß eine einzige Mono 
graphie genügt, die monatelang in ländlicher Umgehung bei einem ge 
deihenden Volke aufgenommen ist, unter einfachen oder unter komplizierten 
Verhältnissen. Hinsichtlich der 5 variablen Elemente haben dieselben Beob 
achter es für angemessen erachtet, ihre Studien auf mehrere Berufsarten und 
auf verschiedene Bangstufen dieser Berufsarten auszudehnen. Aber durch 
Vergleich von drei oder vier Monographien haben sie immer festgestellt, daß 
die Fortsetzung dieser Untersuchungen zu keinem neuen Ergebnis führen 
würde. In der Übereinstimmung und Allgemeinheit einer kleinen Zahl von 
Monographien beruht die Einfachheit und demgemäß die praktische Nutzbarkeit 
der Methode'). 
In der von Le Play’s Schüler Fo eil Ion später verfaßten, von 
dem Meister genehmigten Instruktion für die Aufnahme von Mono 
graphien sind für die richtige Auswahl der Familien noch speziellere 
Anweisungen gegeben, welche zeigen, daß diese Auswahl doch nicht 
so leicht war, wie es nach den eben wiedergegebenen allgemeinen 
Anschauungen den Anschein haben könnte. Es heißt dort z. B.: 
man muß eine Durchschnittsfamilie wählen, jedenfalls eine Familie, 
die aus der Gegend stammt und nicht erst zugewandert ist; sie soll 
mittlere Existenz-Bedingungen zeigen, also weder nach oben noch 
nach unten in ihrer materiellen wie moralischen Lage wesentliche 
Besonderheiten enthalten. Vor allem soll es eine richtige Familie 
sein, die aus zwei Eltern und mehreren Kindern besteht. Auch die 
Zahl der Kinder muß dem allgemeinen Durchschnitt einigermaßen 
entsprechen. Sehr wichtig ist, daß die Familie sich gern zur Be 
obachtung hergibt. Den Zutritt zur Familie erlangt man in Gegen 
den, wo der soziale Friede herrscht, durch den „Patron“ des Ar 
beiters, sonst durch Vermittlung einflußreicher und Vertrauen er 
weckender Persönlichkeiten. 
Das sind einige der Richtlinien, die Le Play seinen Schülern 
für die Aufnahme von Familien-Monographien mitgegeben hat. In 
wieweit sie genügten, wird sich später ergeben. 
Die Monographie. 1. Das Schema. Die Masse der Tatsachen, 
die Le Play von jeder einzelnen Familie zu erfahren für wichtig 
hielt, mußte geordnet werden, wenn er sie verwerten wollte. Zu 
dem Zwecke war ein Schema erforderlich: 
*) 0. E. I, 218. 
4
	        

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Frédéric Le Play in Seiner Bedeutung Für Die Entwicklung Der Sozialwissenschaftlichen Methode. Gustav Fischer, 1913.
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