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Die Technik des wirtschaftlichen Verkehrs

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Bibliographic data

fullscreen: Die Technik des wirtschaftlichen Verkehrs

Monograph

Identifikator:
101947257X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35839
Document type:
Monograph
Author:
Reuß, Alfons http://d-nb.info/gnd/1051831989
Title:
Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
Place of publication:
Jena
Publisher:
Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 145 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Abschnitt. Die Methode Le Play's
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
  • Title page
  • Contents
  • Untersuchung von Boden
  • Tierische Entleerungen und Stallmist
  • Künstliche Düngemittel
  • Asche von Pflanzen, tierischen Stoffen und Brennstoffen
  • Futtermittel
  • Die Untersuchung der Sämereien
  • Milch und Molkerei-Erzeugnisse
  • Speisefette und -öle
  • Bienenhonig
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Zuckerfabrikation
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Stärkefabrikatiom
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Spiritusfabrikation
  • Bier und seine Rohstoffe
  • Obst- und Beerenfrüchte sowie deren Erzeugnisse
  • Wasser
  • Beschädigungen der Vegetation durch Rauch und Staub
  • Untersuchung der Schafwolle
  • Bienenwachs
  • Schmiermittel
  • Index

Full text

336 
Futtermittel. 
Verfälschung soll nach Crispo darin bestehen, daß man dunkelgefärbten Ölrück 
ständen dieser Art durch Zusatz von Kalk wieder eine schöne grüne Farbe erteilt. 
Verschimmelten bezw. verdorbenen Raps- und Eübkuchen sucht man unter 
Umständen durch Zusatz von Gewürzsamen bezw. deren Abfällen wieder den würzigen 
Geruch des echten, frischen Raps- bezw. Rühsenkuchens zu geben. Mitunter wird 
durch Pressen von Raps- und Rizinussamen ein Gemisch von Raps-Rizinusöl herge 
stellt. Derartige Preßrückstände gelten als giftig und sind nur zur Düngung geeignet. 
Die mikroskopische Unterscheidung der Brassica- und Sinapis-Arten 
von anderen Samenarten ist nicht schwer, um so schwieriger aber ist die Unter 
scheidung der Brassica- und Sinapis-Arten unter sich. Von den 6 Schichten dieser 
Samenarten, nämlich: 1. Epidermiszellen, 2. äußerem Parenchym, 3. Palissaden-, 
Becher-, Stäbchen-Zellen oder Skiereiden, 4. Farbstoffzellen, 5. Aleuron- oder Protein 
zellen, 6. dem unter den Proteinzellen liegenden Innenparenchym des Nährgewehes 
sind nur die 3 ersten Zellschichten und darunter besonders die Epidermis- 
und Palissadenschicht zur Unterscheidung geeignet. Die vieleckigen, in der 
Flächenansicht meist 5- bis 6-seitigen Epidermiszellen gelatinieren zum Teil in 
Wasser und in verdünnter Alkalilauge bei den einzelnen Brassica- und Sinapis- 
Arten in sehr verschiedenem Grade und bilden oft große Mengen Schleim; in anderen 
Fällen ist die Epidermis gar nicht quellhar. Die darunter liegende äußere 
Parenchymschicht mit inhaltleeren Zellen fehlt bei einigen Arten ganz und 
bietet sonst wenig kennzeichnende Unterschiede. Dagegen sind die nach innen 
folgenden, radial gestreckten, meist gelb oder braun gefärbten Palissadenzellon 
für die Unterscheidung um so wichtiger. Sie besitzen, wie C. Böhmer (1. c. S. 412) 
ausführt, das Eigentümliche, daß im Querschnitt die Verdickungen je zweier Nach 
barzellen zusammen eine radial gestreckte, im oberen Teil nach dem Zelllumen zu 
beiderseits schräg-dachförmig absetzende Palissade bilden, die bei einzelnen Samen 
arten in ungleicher Höhe absetzt und in verschiedenem Dickenverhältnis zur Weite 
des Lumens steht. Der obere Teil der Palissade ist also hei den meisten Samen 
unverdickt und fadendünn; zugleich folgen, wie bei Brassica dissecta und Brassica 
nigra Koch zu ersehen ist, bei ein und derselben Samenart lange und kurze Palissaden 
alternierend aufeinander. Da die peripherischen Schichten kollabiert darüber liegen, 
so bekommt die Oberfläche der verschiedenen Samenarten dadurch einen welligen, 
netzig-grubigen Verlauf. Ist der obere, unverdickte seitliche Teil der Palissaden 
lang, so löst sich beim Präparieren der ganze obere Zellverband als feines Faden- 
netz leicht ab; sind bei anderen Kruziferenarten die unverdickten Zellwände kurz, 
so kann man in der Fläche ein Fadennetz nur mit Schwierigkeit erkennen, und 
reicht die seitliche Verdickung bis zum oberen Zellrand, so ist ein Fadennetz über 
haupt nicht vorhanden. 
C. Böhmer empfiehlt daher die Ölkuchenmehle dieser Art in Wasser auf 
zuweichen, mit verdünnter Alkalilauge aufzukochen, das zarte leichte Keimparenchym 
wiederholt mit Wasser abzuschlämmen, die abgeschlämmten Schalen für sich auf 
einer Glasplatte mit einer Unterlage von weißem Papier auszubreiten und zunächst 
mittels einer Lupe zu untersuchen, ob sie gequollen oder stark verschleimt sind, 
ob sie eine erkennbare oder gar sehr deutliche Maschenzeichnung aufweisen und 
welche Farbe sie besitzen. Bei denjenigen Kruziferensamen, welche, wie z. B. dem 
Raps, keine quellbare Epidermis besitzen, gelingt das Abschlämmen leichter als bei 
den mit quellbarer Epidermis versehenen Kruziferensamen. 
C. Böhmer gibt dann, anlehnend an die Gruppeneinteilung von O.Burchard, 1 ) 
folgende Gruppenübersicht zur Unterscheidung der einzelnen Kruziferensamen: 
') Journal f. Landwirtschaft 1896, 44, 340.
	        

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Die Untersuchung Landwirtschaftlich Und Gewerblich Wichtiger Stoffe. Verlagsbuchhandlung Paul Parey, 1906.
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