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Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

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Bibliographic data

fullscreen: Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode

Monograph

Identifikator:
101947257X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35839
Document type:
Monograph
Author:
Reuß, Alfons http://d-nb.info/gnd/1051831989
Title:
Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
Place of publication:
Jena
Publisher:
Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 145 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Abschnitt. Beurteilung der Methode Le Play's
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Methode Le Play's
  • Zweiter Abschnitt. Beurteilung der Methode Le Play's

Full text

91 
aufgenommen sind. In diesen Zeiten der Krise findet der Arbeiter auch einige 
Hilfsquellen in dem Kredit, den der Hauseigentümer und die Nahrungsmittel- 
Lieferanten gewähren. 
Aus dieser Darstellung würde sich ergeben, daß das Arbeits 
verhältnis in Solingen im allgemeinen friedlich war, dank dem weit 
gehenden Entgegenkommen von beiden Seiten, und daß auch heftige 
Konjunktur-Schwankungen ziemlich leicht ertragen wurden. Aber 
diese Darstellung stimmt nicht überein mit Nachrichten aus deutschen 
Quellen, aus denen vor allem hervorgeht, daß das „Trucksystem“ 
in Solingen stark entwickelt war 1 ): 
Schon im Jahre 1822 hatte der Landrat von Hammer versucht, 
das Trucksystem zu beseitigen. Dies war nicht gelungen. Noch 
im Jahre 1845 besaßen in Solingen von 68 „Fabrikanten“ 42 einen 
Laden und 8 eine Schankstube. Bares Geld bekamen die Arbeiter 
kaum zu sehen; hatten sie es nötig, so mußten sie die hoch ange 
rechnete minderwertige Ware zu billigem Preise an andere ver 
kaufen. Alle Vorschläge der Arbeiterschaft zu einer festen Regelung 
der „Preise“ und zu einer Warenkontrolle wurden von der Regierung 
abgelehnt, weil sie der Gewerbefreiheit widersprächen, und ein Ver 
bot des Warenzahlens für nicht dringlich erklärt, da das Gewerbe 
nicht fabrikmäßig betrieben werde. Die Tumulte der Arbeiter 
wurden mit Waffengewalt niedergeschlagen. Das Solinger Kreis 
blatt von 1847 bringt in diesen Jahren häufige und heftige Klagen 
gegen das Warenzahlen; als dessen Folgen werden bezeichnet: 
Armut und zugleich Verschwendung, vor allem schlechte Fabrikation. 
Die Sitten Verwilderung und der Leichtsinn nahmen überhand; die 
Armenlasten wurden für die Stadt immer drückender, und es er 
gingen mannigfache Anregungen zur Untersuchung der Ursachen 
des Umsichgreifens der öffentlichen Armut. Ein Unterstützungs 
verein ließ an die armen Kinder mittags Essen verteilen; um den 
Schulbesuch regelmäßiger zu gestalten, wurde ersucht, bettelnden 
Kindern nichts zu verabreichen. 
Von all diesen Umständen, die das Niveau der Solinger Arbeiter 
schaft herunterdrückten, erwähnt Le Play nichts. Allerdings war 
schon im Jahre 1849 das Warenzahlen gesetzlich verboten und mit 
500 Tlr. Strafe bedroht. Aber im Jahre 1851, als Le Play in 
Solingen war, hatte das Warenzahlen noch nicht aufgehört, weshalb 
*) Vgl. Thun a. a. 0., ferner Braunschweig, Die Solinger Stahlwaren- 
Industrie (Diss.) 1911, aber auch die zeitgenössischen Handelskammerberichte und 
Zeitschriften.
	        

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Frédéric Le Play in Seiner Bedeutung Für Die Entwicklung Der Sozialwissenschaftlichen Methode. Gustav Fischer, 1913.
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