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Wie muß sich das Stickstoff-Monopol gestalten?

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Bibliographic data

fullscreen: Wie muß sich das Stickstoff-Monopol gestalten?

Monograph

Identifikator:
1022292676
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-36925
Document type:
Monograph
Author:
Ehrenberg, Paul
Title:
Wie muß sich das Stickstoff-Monopol gestalten?
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlagsbuchhandlung Paul Parey, Verlag für Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwesen
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (34 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Wie muß sich das Stickstoff-Monopol gestalten?
  • Title page

Full text

10 
Immerhin ist es aber bei dem großen Eisenbedarf von Heer und Flotte, 
bei der wieder auflebenden Bautätigkeit und bei den Anforderungen 
der Eifenbahnen wie der Schiffahrt und vieler Industriezweige auf Er 
neuerung und Erweiterung, doch zu erwarten, daß die Ammoniakher- 
stellung durch Verkokung von Kohlen viel schneller wieder ihre volle Pro 
duktionsziffer erreicht haben wird, als die Landwirtschaft ihre frühere 
Aufnahmefähigkeit für den bei Preisen wie vor dem Kriege doch auch 
recht teueren Stickstoffhandelsdünger. 
Wir feheu hiernach, daß selbst bei Fernhaltung allen früher vom 
Ausland her eingeführten Dünger- und industriellen Stickstoffs unsere 
einheimische Produktion auf Jahre nach dem Kriege hinaus voraus 
sichtlich Absatzschwierigkeiten haben und verurteilt sein würde, jede Aus 
dehnung ängstlich zu vermeiden. Eine Erhöhung des Absatzes ins Aus 
land, das ja zudem die bisher vom deutschen Markt aufgenommenen 
ausländischen Stickstoffverbindungen zur Verfügung haben würde, muß 
sich durch die gleichfalls als Folge des Krieges dort zunächst vorhandene 
geringere Aufnahmefähigkeit der Landwirtschaft, wie durch die in denVer- 
einigten Staaten von Nordamerika steigende Ausnutzung der Möglichkeit, 
Kokereiammoniak zu gewinnen, bei den vor dem Kriege üblichen Preisen 
als ziemlich ausgeschlossen erweisen. Das einzige, aber freilich sicheren 
Erfolg in Aussicht stellende Hilfsmittel wäre eine erhebliche Verbilli 
gung des Düngestickstoffs nach dem Kriege. Und bei richtiger Durch 
führung der notwendigen Maßnahmen muß eine solche durchaus als 
möglich bezeichnet werden! Doch darüber später. — 
Das Angebot von Die in den vorstehenden Zeilen geschilderten 
Chilesalpeter nach Schwierigkeiten für den deutschen Stickstoffmarkt 
dem Kriege. müssen sich nun ohne Frage ganz außerordentlich 
steigern, wenn nach Abschluß des Krieges der Salpeterhandel wieder 
auf dem deutschen Markt auftritt. Die sichtbaren Vorräte in Chile 
haben sich für den 31. Dezember 1914 trotz Stillegung einer Anzahl der 
dortigen Betriebe gegen das Jahr 1913 um nahezu dreiviertel Mil 
lionen Tonnen Chilesalpeter, gleich weit über 109 000 Tonnen Chile 
salpeterstickstoff, vermehrt, und werden sich vielleicht noch weiter ver 
mehren. Soweit es die Schwierigkeiten der Verschiffung erlauben, 
wird voraussichtlich der Salpeterhandel versuchen, selbst mit Opfern 
nach dem Kriege seine Lagerbestände zu räumen und seine Produktion 
wieder in möglichst vollem Umfange aufzunehmen.
	        

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Wie Muß Sich Das Stickstoff-Monopol Gestalten? Verlagsbuchhandlung Paul Parey, Verlag für Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwesen, 1915.
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