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Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe

Monograph

Identifikator:
1022451499
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-38126
Document type:
Monograph
Author:
Reimann, Erna
Title:
Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Universitäts-Buchdruckerei von Gustav Schade (Otto Francke)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (71 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2. Kapitel. Soziale Herkunft, Alter und Familienstand
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Der Umfang der Frauenarbeit im Handelsgewerbe
  • 2. Kapitel. Soziale Herkunft, Alter und Familienstand
  • 3. Kapitel. Die Ausbildung der Handlungsgehilfinnen
  • 4. Kapitel. Der Arbeitsnachweis
  • 5. Kapitel. Die Arbeitszeit
  • 6. Kapitel. Die Lohnfrage
  • 7. Kapitel. Die Organisation der weiblichen Angestellten

Full text

26 
Die Beteiligung des Mittelstandes ist nicht wesentlich verschieden* 
da die Töchter dieser Kreise jetzt wohl regelmäßig einen Erwerb er 
greifen und gern kaufmännisch tätig sind, weil die Ausbildung leider 
vielfach noch auf ein Minimum an Zeit und Kosten herabgedriickt 
werden kann, und die Möglichkeit, schnell zu Brot zu kommen, immer 
noch aussichtsreich ist. Die Beteiligung der Arbeiterbevölkerung ist 
beim Kontorpersonal recht wesentlich gestiegen, beim Verkaufspersonal 
etwas gefallen. Für die von den Berliner Ergebnissen abweichende 
Tatsache, daß Arbeitertöchter verhältnismäßig nicht mehr so zahlreich 
Beschäftigung im Kontor suchen, lassen sich mehrere Gründe an 
führen. Besonders in den Großstädten bevorzugt selbst die Arbeiter 
tochter die Kontortätigkeit gegenüber der Beschäftigung als Ladnerin. 
In den Provinzstädten wird der Verkauf auch noth weit mehr als in 
Berlin von Angehörigen des Ladeninhabers besorgt, so daß ein starker 
bürgerlicher Einschlag entsteht. Außerdem machte sich in den letzten 
Jahren eine Bewegung geltend, wieder gebildetere Kräfte zum Ver 
kehr mit der Kundschaft zu verwenden, und da ein starkes Bedürfnis 
nach Frauenerwerb bestand, so wurde dieser Hinweis vielfach be 
folgt. Vor allem findet aber ein großer Teil der weiblichen Arbeiter 
jugend in Klein- und Mittelstädten auch weiterhin Unterkommen als 
Hauspersonal oder als Arbeiterin. 
Eine Verschiebung nach unten hat trotzdem stattgefunden. Die 
Beteiligung der unteren Klassen ist vielleicht noch stärker, denn man 
muß bedenken, daß sehr viele Angestellte die Frage nach der Herkunft 
nicht beantwortet haben, und man annehmen kann, daß die soziale 
Stellung der Väter dann weniger angesehen ist, da sonst ein gewisser 
Stolz die Töchter veranlaßt hätte, Angaben zu machen. 
Alle diese Zahlen beziehen sich selbstverständlich nicht nur auf 
die kaufmännischen Angestellten des Handelsgewerbes, sondern auf 
das weibliche kaufmännische Personal überhaupt. Doch da ein steter 
Austausch zwischen den einzelnen Gewerbegruppen stattfindet, ist 
ohne Unterschied auf die Angestellten des Handelsgewerbes anzu 
wenden, was für die Allgemeinheit der weiblichen Angestellten gilt. 
Weitere Erhebungen, die für das Bureau- und Verkaufspersonal 
gemeinsam an denselben Orten veranstaltet worden sind, bestehen 
nicht, private Ermittlungen berücksichtigen entweder die eine oder 
die andere Gruppe. 
Für das Bureaupersonal ist eine Zusammenstellung aus Leipzig 
vom Jahre 1911 vorhanden. 1912 sind dann die Schülerinnen der Mäd 
chen-Handelsschulen der Korporation der Kaufmannschaft von Berlin, 
die sich dort zu Kontoristinnen ausbildeten, nach ihrer gesellschaft 
lichen Herkunft befragt worden.
	        

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Die Frau Als Kaufmännische Angestellte Im Handelsgewerbe. Universitäts-Buchdruckerei von Gustav Schade (Otto Francke), 1915.
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