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Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe

Monograph

Identifikator:
1022451499
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-38126
Document type:
Monograph
Author:
Reimann, Erna
Title:
Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Universitäts-Buchdruckerei von Gustav Schade (Otto Francke)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (71 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
3. Kapitel. Die Ausbildung der Handlungsgehilfinnen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Der Umfang der Frauenarbeit im Handelsgewerbe
  • 2. Kapitel. Soziale Herkunft, Alter und Familienstand
  • 3. Kapitel. Die Ausbildung der Handlungsgehilfinnen
  • 4. Kapitel. Der Arbeitsnachweis
  • 5. Kapitel. Die Arbeitszeit
  • 6. Kapitel. Die Lohnfrage
  • 7. Kapitel. Die Organisation der weiblichen Angestellten

Full text

46 
berufliche Kenntnisse vermitteln. Sie ist also Berufs- und Erziehungs 
schule zugleich. Auch für die weibliche Jugend muß die Fortbildungs 
schule gefordert werden, damit die geistige Entwicklung der jungen 
Mädchen, von der so viel abhängt für die Zukunft unserer Frauenwelt, 
besonders der unteren Stände, in richtige Bahnen gelenkt werde. 
Daneben soll die Fortbildungsschule auch beruflichen Zwecken 
dienen und durch eine Erweiterung der Fachkenntnisse die Leistungs 
fähigkeit der Frauen heben. Leider sind die meisten jungen Mädchen 
im Anschluß an die Schule gezwungen, einen Erwerb zu suchen. Bei 
diesen kann die Fortbildungsschule gegen einen untüchtigen und minder 
wertigen Stand der Angestellten ankämpfen. 
Über die Notwendigkeit von Fortbildungsschulen herrscht kein 
Zweifel, über die Organisation aber gehen die Ansichten stark darüber 
auseinander, ob Haushaltungsschule oder nur Fachschule. Sicherlich 
haben infolge der Berufsarbeit nur wenige Frauen Gelegenheit, sich 
auch die notwendigen Kenntnisse für die Leitung eines Haushaltes zu 
erwerben, und es ist gewiß begreiflich, wenn die Fortbildungsschule 
bestrebt ist, diesem Mangel abzuhelfen. Jedoch kann das Ziel einer 
guten Berufsbildung, gleichwertig der der männlichen Arbeitskräfte, 
nicht erreicht werden, wenn der Unterricht auch noch mit außerberuf 
lichen Lehrstoffen belastet wird. Deshalb muß der Haushaltungsunter 
richt aus dem Lehrplan der gewerblichen und kaufmännischen Fort 
bildungsschulen gestrichen werden. Der Einwand gegen einen aus 
schließlichen Fachunterricht, daß Frauen in der Begel ihre Beschäftigung 
nur als Übergangsstadium bis zur Heirat betreiben, ist nicht mehr 
beweiskräftig genug, da jetzt Frauen die kaufmännische Tätigkeit viel 
fach als Lebensberuf ergreifen und oft auch während der Ehe weiter 
führen. Bei den kaufmännischen Fortbildungsschulen ist überdies eine 
weitere Spezialisierung nach der Art der Beschäftigung zu wünschen. 
Denn die Anforderungen, die in beruflicher Hinsicht an das Kontor 
und an das Verkaufspersonal gestellt werden, sind so verschieden, daß 
diese Verschiedenheit Berücksichtigung verdient. Dem Verkaufspersonal 
müßte es ermöglicht werden, in Verkäuferinnenklassen die Mängel der 
Vorbildung allmählich zu beseitigen. 
Bei uns herrscht augenblicklich noch vielfach die freiwillige Fort 
bildungsschule, da es sich bis jetzt besonders die kaufmännischen An 
gestelltenvereine angelegen sein ließen, für die Gründung von Fort 
bildungsschulen zu sorgen. Ihre Erfolge sind zweifellos günstige. Da 
aber diese Verbände ganz auf private Mittel angewiesen sind, leiden sie 
sehr unter finanzieller Beschränkung. Weiterhin wirkt aber ungünstig, 
daß der Besuch dieser Schulen freiwillig ist. Infolgedessen sind die 
Angestellten oft gehindert, von dieser Bildungsgelegenheit Gebrauch
	        

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Die Frau Als Kaufmännische Angestellte Im Handelsgewerbe. Universitäts-Buchdruckerei von Gustav Schade (Otto Francke), 1915.
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