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Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe

Monograph

Identifikator:
1022451499
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-38126
Document type:
Monograph
Author:
Reimann, Erna
Title:
Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Universitäts-Buchdruckerei von Gustav Schade (Otto Francke)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (71 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
6. Kapitel. Die Lohnfrage
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Der Umfang der Frauenarbeit im Handelsgewerbe
  • 2. Kapitel. Soziale Herkunft, Alter und Familienstand
  • 3. Kapitel. Die Ausbildung der Handlungsgehilfinnen
  • 4. Kapitel. Der Arbeitsnachweis
  • 5. Kapitel. Die Arbeitszeit
  • 6. Kapitel. Die Lohnfrage
  • 7. Kapitel. Die Organisation der weiblichen Angestellten

Full text

6S0gij|jg£S» 
SÄH 
— 62 — 
Für diese Angestellten sind meist also persönliolie Gründe maß 
gebend; für die größere Mehrzahl aber, die bald nach der Schulzeit 
in den Beruf eintritt, ist die Berufsbildung ausschlaggebend. Daß 
hierbei aber nicht die Dauer allein, sondern auch die Gründlichkeit 
der Ausbildung entscheidend ist, beweisen die Gehaltsziffern für die 
Schülerinnen, die eine Presse länger als % Jahr besucht haben. Da 
diese Anstalten in der Begel nur auf kurze Kurse eingerichtet sind, 
so ist eine Schülerin, die die Anstalt länger besucht, gezwungen, den 
Unterrichtsstoff zu wiederholen. Man wird nun annehmen müssen, 
daß die Schülerinnen, die eine solche Wiederholung wünschen, die 
Lehrgegenstände noch nicht ganz erfaßt haben, also schwerlich zu den 
fähigsten Kräften gehören. 
Für die anderen Anstalten ist aber in der Regel die Dauer des 
Unterrichtes gleichbedeutend mit einer Erweiterung des Lehrstoffes, 
Bei den Fortbildungsschulen treten die Vorteile weniger scharf hervor. 
Das dürfte darauf zurückzuführen sein, daß die Kenntnisse während 
der Berufstätigkeit erworben werden und daher weniger Beachtung 
finden. Dagegen geht klar aus der Übersicht hervor, daß die Ange 
stellten, die einen Zwei- oder Dreijahreskursus einer Handelsschule 
durchgenommen haben, erheblich günstiger gestellt sind. Selbst 
wenn man die Kosten in Betracht zieht, die eine solche Ausbildung 
verursacht, wird man doch zu dem Schluß kommen, daß die Auf 
wendung für die Ausbildung sich späterhin durch das bedeutend höhere 
Gehalt reichlich bezahlt macht. Leider aber sind sehr viele Eltern 
noch nicht weitsichtig genug, diesen Vorteil zu erkennen, deshalb 
wird noch vielfach das Fortkommen der Handlungsgehilfinnen durch 
eine ungenügende Vorbildung erschwert. 
Für die Verkäuferinnen ist eine Lehre noch allgemein üblich. 
Aber auch hier hat sich die Sitte herausgebildet, schon während der 
Lehrzeit eine Vergütung zu zahlen, wodurch natürlich sehr viele un 
geeignete Kräfte veranlaßt werden, sich diesem Beruf zuzuwenden. 
Die Vergütung richtet sich auch hier nach der Dauer der Lehrzeit, 
doch ist die Lehrvergütung geringer als die der Kontoristinnen. Die 
Unterschiede in der Bezahlung dieser beiden Angestelltengruppen 
zeigen sich in stärkerem Maße bei den Gehältern. Für die Verkäufe 
rinnen betrug das Gehalt 
mit Lehrzeit von 
1 Jahr 
von mehr als 1 Jahr 
bis 70 M. 
% 
über 70 
bis 100 M. 
% 
über 100 M. 
% 
45,4 
33,7 
20,9 
. 52,5 
32,5 
15,0 
. 46,1 
28,4 
25,4
	        

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Employment Psychology. MacMillan, 1924.
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