Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

Monograph

Identifikator:
1023136384
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-39354
Document type:
Monograph
Author:
Neumann, Paul
Title:
Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Druck von H. Laupp jr.
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (III, 175 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Abschnitt. Allgemeine Darstellung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Allgemeine Darstellung
  • II. Abschnitt. Die einzelnen Salinen und Salzbergwerke

Full text

52 
natürlichen Zustand darstelle, hervorgerufen durch Gips, welcher vielfach die 
Steinsalzlagerstätten als geologischen Bestandteil begleitet. Die Gipsbeimischung 
im Steinsalz belief sich damals auf 1 %, hatte also für die Gesundheit Schäd 
liches nicht an sich. 
Anschließend hieran sei auch eines Vorganges gedacht, der kulturgeschichtlich 
nicht ohne Interesse ist 1 2 ). Im Jahre 1849 hatte die Regierung den Preis des 
Steinsalzes für Jndustriezwecke auf 18 kr. für den Zentner herabgefetzt, welcher 
Preis sich ab Bergwerk Wilhelmsglück verstand. Diese Maßnahme war haupt 
sächlich zur Hebung und Förderung einzelner Gewerbe, wie Seifensieder, Rot 
gerber usw. getroffen worden. Nun hatte diese Preisherabsetzung eine eigen 
tümliche Wirkung. Es kam nämlich, besonders im Oberamt Herrenberg, zur 
Entwicklung einer interessanten Salzindustrie, die sich auf folgender Grundlage 
vollzog. Zahlreiche Leute kauften das für den menschlichen Genuß durch Bei 
mischung von Sand und Asche unbrauchbar gemachte Steinsalz mit der Angabe, 
es industriell verwenden zu wollen. Zu Hause wurde dann durch primitive 
Destillationsverfahren Sand und Asche niedergeschlagen, worauf man die so ge 
wonnene Sole wieder zu Kochsalz im Siedeverfahren verarbeitete. Da man 
dieses Steinsalz zu dem sehr billigen Preise von 18 kr. bezogen hatte, ergab 
sich für diese Salzsieder ein recht ansehnlicher Gewinn. Diese Art Salzfabrikation 
nahm zuletzt solche Ausdehnung an, daß die Regierung nahe daran war, den 
billigen Steinsalzpreis für Gewerbezwecke ganz aufzuheben. Man begrenzte 
zuletzt die Abgabe von Gewerbesalz auf eine bestimmte Menge. Die württem- 
bergische Kammer wurde immer wieder bei der Regierung um Herabsetzung des 
Salzpreises vorstellig. Gleiche Vorgänge spielten sich auch in den 1850er Jahren 
in der preußischen Kammer ab, wo es vornehmlich der bekannte rheinische Eisen 
industrielle Harkort war, der eine Herabsetzung der Salzpreise forderte. 
Man berief sich vielfach auf England, das um die Mitte des 19. Jahr 
hunderts keine Salzsteuer besaß. In Frankreich hob man im Jahre 1848 die 
Salzsteuer keineswegs ganz auf, sondern setzte sie auf 10 cts. per Kilogramm 
fest. Die Sälzpreise waren um diese Zeit in England erheblich niedriger als 
in Württembergs). So hatte der Abg. Moriz Mohl auf einer Reise durch Eng 
land festgestellt, daß z. B. in Manchester bei den Bäckern das Pfund Salz im 
Einzelverkauf nur 3 U kr. kostete; im Engrosverkauf gar nur V 3 kr. per Pfund. 
Die englischen Bäcker betrieben um jene Zeit überwiegend den Salzverkauf. 
Im Jahre 1855 stellte sich der Kochsalzpreis in Württemberg im Einzelverkauf 
auf 3 kr. pro Pfund und Steinsalz auf 1V2 fr. 3 ). 
Um das Jahr 1855 wurde den württembergischen Fabriken, insbesondere 
den chemischen, das Steinsalz zu 18 kr. per Zentner abgegeben. Da jedoch die 
heimische Steinsalzproduktion den Inlandsbedarf überstieg, so mußte man die 
Mehrproduktion im Auslande abzusetzen suchen. Da man hier jedoch mit 
Konkurrenz zu rechnen hatte, entschloß man sich, vereinzelt an das Ausland 
billiger als im Inland zu verkaufen. So wurden um das Jahr 1855 wieder 
holt 20—40000 Zentner Steinsalz nach der Gegend von Aachen und Duisburg 
zum Preise von 15 kr. per Zentner verkauft. Näher im Ausland gelegene 
1) Verhandlungen d. württ. Kammer der Abg. Jahr 1851. II. Band. S. 1101. 
2) G. von Schönberg, Handbuch d. Pol. Oekonomie. Finanzwiss. Tübingen 1897. 
S. 600. 
3) Verhandlungen d. württ. Kammer der Abg. Jahr 1855. II. Band. S. 1304.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Der Salzhandel, Die Salinen Und Salzbergwerke Württembergs Im 19. Jahrhundert. Druck von H. Laupp jr., 1912.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.