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Die deutsche Ölmüllerei

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Ölmüllerei

Monograph

Identifikator:
1023363054
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-37052
Document type:
Monograph
Author:
Klaue, Hermann
Title:
Die deutsche Ölmüllerei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Druck von Oscar Brandstetter
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (198 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Abschnitt. Die Lage der Ölmüllerei in Preußen vor Einführung der Gewerbefreiheit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Ölmüllerei
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Lage der Ölmüllerei in Preußen vor Einführung der Gewerbefreiheit
  • Zweiter Abschnitt. Die Entstehung und Ausbildung des Fabrikbetriebes in der Ölmüllerei in der Zeit von der Einführung der Gewerbefreiheit bis ungefähr 1870
  • Dritter Abschnitt. Die Ausbildung des entfalteten Fabrikbetriebes in der Zeit von 1870 bis zur Gegenwart

Full text

32 I- DieLage der Ölmüllerei inPreußen vor Einführung derOewerbefreiheit. 
kraft ständig auszunützen, oder daß sie einen Überschuß an 
Wasserkraft hatte, welchen sie zu anderen Zwecken verwenden 
konnte. In beiden Fällen half man sich meistens durch Anlage 
einer Öl- oder anderen Mühle. 
Konnte man die Mehlmühle wegen mangelnder Beschäf 
tigung nicht ständig in Betrieb halten und entschloß sich da 
her noch zur Anlage einer Ölmühle, so errichtete man diese ge 
wöhnlich im gleichen Gerinne 6 ) oder sogar im selben Hause 
mit der Mehlmühle; herrschte dann einmal Mangel an Mahl 
gästen, so legte man die Mahlmühle still und benutzte die 
Wasserkraft zum Betriebe der Ölmühle. Die Besitzer derartiger 
Ölmühlen arbeiteten gewöhnlich gegen Schlaglohn, und wir 
hören über ihren Betrieb dieselben Klagen, wie wir sie bei den 
Ölschlägern gehabt haben, nämlich Vorwürfe wegen Unkenntnis 
und Nachlässigkeit, ja vielfach auch Unredlichkeit der Müller 7 ). 
Hatte man dauernd Überfluß an Wasser, oder wollte man 
aus anderen Gründen neben der Mahlmühle noch eine Ölmühle 
betreiben, so legte man diese in einem eigenen Gerinne an, so 
daß man sie ständig neben der Mahlmühle in Betrieb halten 
konnte. Derartige Ölmühlen treffen wir häufig bei den landes 
herrlichen Mahlmühlen und auf den großen Gütern, und es wird 
in ihnen bereits gerade wie in den für sich allein bestehenden 
Ölmühlen viel Handelsmüllerei betrieben. 
Sehen wir uns die Einrichtung der Wind- und Wasseröl 
mühlen einmal etwas näher an. Zur Zerkleinerung der Saat 
waren fast überall Stampfwerke in Gebrauch. Je nach der 
Größe des Betriebes und der vorhandenen Kraft hatte man 
Stampfwerke mit 2—12 Paar Stampfern, doch waren es ge 
wöhnlich 4—8 Paar. Vereinzelt wurden zu jener Zeit auch 
bereits Ölgänge benützt, deren Gebrauch sich von Holland aus 
eingeführt hatte, wo die Ölmüllerei auf einer für die damalige 
Zeit hohen Stufe technischer Vollkommenheit stand. In solchen 
mit Ölgängen ausgestatteten Mühlen verwandte man in Deutsch 
land dann die Stampfwerke gar nicht mehr, sondern begnügte 
sich mit der alleinigen Arbeit der Ölgänge. 
Wenn auch das holländische Verfahren, neben den Öl 
6 ) Ein Gerinne nennt man den aus Brettern oder sonstigen Materialien 
zusammengebauten künstlichen Wasserlauf, aus welchem das Wasser direkt 
auf das Mühlrad läuft. 
7 ) Vgl. hierzu S. 37.
	        

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Die Deutsche Ölmüllerei. Druck von Oscar Brandstetter, 1913.
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