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Die deutsche Ölmüllerei

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Ölmüllerei

Monograph

Identifikator:
1023363054
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-37052
Document type:
Monograph
Author:
Klaue, Hermann
Title:
Die deutsche Ölmüllerei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Druck von Oscar Brandstetter
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (198 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Abschnitt. Die Lage der Ölmüllerei in Preußen vor Einführung der Gewerbefreiheit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Ölmüllerei
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Lage der Ölmüllerei in Preußen vor Einführung der Gewerbefreiheit
  • Zweiter Abschnitt. Die Entstehung und Ausbildung des Fabrikbetriebes in der Ölmüllerei in der Zeit von der Einführung der Gewerbefreiheit bis ungefähr 1870
  • Dritter Abschnitt. Die Ausbildung des entfalteten Fabrikbetriebes in der Zeit von 1870 bis zur Gegenwart

Full text

3. Die Produktionsverhältnisse in der Ölmüllerei um 1800. 39 
das In- und Ausdeingangbringen der Preßschüsser bei den Ramm 
pressen sowie das Anspannen der Schraubenpressen viel Kraft 
erforderte. In den Alleinbetrieben mußte naturgemäß der Öl 
müller sämtliche einschlägigen Arbeiten nacheinander verrichten, 
beschäftigte der Ölmüller jedoch einen oder mehrere Gehilfen, 
so fand Arbeitsteilung statt, d. h. die Arbeiten wurden so ver 
teilt, daß sie schneller vonstatten gingen, als wenn jeder für sich 
allein sämtliche Verrichtungen nacheinander ausführte. Die Ar 
beitsweise in einem Betriebe, in welchem außer dem Ölmülier 
noch ein Arbeiter beschäftigt war, wird uns in einem techno 
logischen Werke der damaligen Zeit geschildert, und lasse ich 
diese Beschreibung des besseren Verständnisses halber, und 
um für die später zu besprechenden Änderungen in der Arbeits 
teilung einen Anhalt zu haben, hier im Auszuge folgen 20 ): „Nach 
dem der Same in den Stampfen gehörig gestampft ist, wird er 
auf den Wärmeherd geschüttet und gewärmt. Hierbei muß viel 
Vorsicht aufgewendet werden, damit er nicht verbrennt; des 
wegen muß er mit dem Wärmeherdbrettchen häufig gewendet 
werden. Hat der Same seine richtige Wärme, wird er auf das 
auf dem Wärmeherdrahmen ausgebreitete Schlagetuch gescharrt, 
darauf die vier Zipfel des Tuches von oben gefaßt, so daß da 
durch ein Beutel entsteht, welchen der „Einwärmer“ mit der 
rechten Hand faßt und zur Presse trägt. Der „Ölmüller“ setzt 
unterdessen die Preßpfanne auf den Preßklotz und breitet über 
dieselbe das Haartuch aus. Auf dieses setzt der Einwärmer 
seinen Beutel und geht zum Wärmeherd zurück. Der Müller 
hingegen drückt den Beutel in die Pfanne und überschlägt mit 
den Zipfeln des Haartuches denselben, legt eine aus leinenem 
Tuch gemachte Scheibe auf das Haartuch zu einem Deckel und 
setzt die ausgefüllte Pfanne ins Preßloch, zieht den Lösekeil in 
die Höhe, setzt den Preßkeil ein und läßt den Ölschlägel gehen. 
Während der Rammelschläge auf den Keil geht er nach dem 
Grubenstock, macht ein Loch leer und füllt es wieder. Unter 
dessen ist der Treibekeil durch den Schlägel eingetrieben, und 
der Ölmüller befestigt nun durch eine Vorrichtung den Schlägel. 
Darauf läßt er aus diesem Preßloch das Öl aus der Pfanne ab- 
ziehen und geht zum zweiten Preßloch, um den gepreßten 
20 ) Rosenthals Ergänzungsbände zu Jacobsons „Technologischem 
Wörterbuch“. 1793.
	        

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Responsible Government in the Dominions. Clarendon Pr., 1912.
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