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Die deutsche Ölmüllerei

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Ölmüllerei

Monograph

Identifikator:
1023363054
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-37052
Document type:
Monograph
Author:
Klaue, Hermann
Title:
Die deutsche Ölmüllerei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Druck von Oscar Brandstetter
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (198 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Abschnitt. Die Entstehung und Ausbildung des Fabrikbetriebes in der Ölmüllerei in der Zeit von der Einführung der Gewerbefreiheit bis ungefähr 1870
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Ölmüllerei
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Lage der Ölmüllerei in Preußen vor Einführung der Gewerbefreiheit
  • Zweiter Abschnitt. Die Entstehung und Ausbildung des Fabrikbetriebes in der Ölmüllerei in der Zeit von der Einführung der Gewerbefreiheit bis ungefähr 1870
  • Dritter Abschnitt. Die Ausbildung des entfalteten Fabrikbetriebes in der Zeit von 1870 bis zur Gegenwart

Full text

3. Der Einfluß der fortschreitenden Technik. 
87 
lieh auch trotz der erhöhten Ölausbeute der Verbrauch an Roh 
material zu. Wie bedeutend diese Zunahme war, ersehen wir 
bei einem Vergleiche des Rohmaterialbedarfs der einzelnen Öl 
mühlen früherer und jetziger Zeit. Wir haben im vorigen Ab 
schnitte gesehen, daß die Roßölmühlen durchschnittlich ca. 200 kg 
Saat täglich (in 12—18 Stunden) verarbeiteten, und daß der Be 
darf großer Wassermühlen mit 8—10 Stampferpaaren sich auf 
ca. 300—350 kg bei einer täglichen Arbeitszeit von 12 bis 
16 Stunden belief. Aus der uns hier interessierenden Zeit wird 
uns dagegen berichtet 6 ), daß die in Ölmühlen mit 2 hydrau 
lischen Pressen in 12 Stunden verarbeitete Saatmenge un 
gefähr 700—1000 kg betrug und in den großen Ölmühlen 
mit 5—7 Pressen auf 3500—6000 kg anwuchs. Auch arbeiteten 
diese Fabriken in der Kampagnezeit meistens Tag und Nacht, 
so daß sich also der tägliche Bedarf noch verdoppelte. Bei einer 
derartigen Leistungsfähigkeit der einzelnen Mühlen konnte na 
türlich der Absatz nicht mehr auf den lokalen Markt beschränkt 
bleiben, sondern er mußte sich weiter ausdehnen. Voraus 
setzung hierfür, sowie für die Beschaffung der Rohmaterialien 
waren aber neben einer günstigen Lage vor allem gute Trans 
portmittel und -wege. 
So haben wir also, um es noch einmal zusammenzufassen, 
drei Vorbedingungen 7 ), welche erst erfüllt sein müssen, ehe 
sich die hydraulische Presse und mit ihr der Fabrikbetrieb all 
gemein durchsetzen können, nämlich die Kapitalkraft der Öl 
müller muß bedeutend gestiegen sein, bzw. das Anlage suchende 
Kapital muß für unser Gewerbe interessiert werden, die Dampf 
maschine muß so verbessert und verbilligt sein, daß sie für die 
Ölmühle rentabel wird, und endlich muß der Verkehr so vervoll 
kommnet sein, daß die Ölfabriken sich bequem mit genügendem 
Rohmaterial versorgen können und ihre mit modernen Maschinen 
hergestellten billigeren und besseren Erzeugnisse auch auf größere 
Entfernungen noch konkurrenzfähig bleiben. 
6 ) Vgl. Scholl, I. c. und Rühlmann, „Allgemeine Maschinenlehre“. 
Braunschweig 1865 und 1876. Bd. II, 1. und 2. Auflage. 
7 ) Eine weitere Vorbedingung bildete natürlich das Vorhandensein 
genügender Absatzmöglichkeiten. Diese waren aber, wie ich ja im ersten 
Kapitel dieses Abschnittes ausgeführt habe, bereits vorhanden, auch Ge 
legenheit zum Massenabsatz bot sich namentlich in den Industriegegenden 
in genügendem Maße.
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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