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Der Pommersche Landbund

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Bibliographic data

fullscreen: Der Pommersche Landbund

Monograph

Identifikator:
1024749657
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-52880
Document type:
Monograph
Title:
Der Pommersche Landbund
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Vorstand des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (72 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Pommern-Konferenz des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Pommersche Landbund
  • Title page
  • Die Pommern-Konferenz des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
  • Material zur Beurteilung der Vorgänge in Pommern
  • Maßregelungen im Pommern
  • Aus der Preußischen Landesversammlung
  • Gegenmaßnahmen der Regierung
  • Schlußbemerkungen

Full text

Verbandes trage dazu bei, daß die Leute nicht arbeiten. Wir haben mit 
einer allgemeinen Arbeitsunlust zu rechnen als Folge des Krieges. Man 
soll es doch nicht -zur politischen Agitation ausschlachten und so tun, als ob 
die ganzen Zustände, die wir jetzt haben, nur eine Folge der Revolution 
seien. Wir Haben uns schon während des Krieges darüber unterhalten, 
daß der Krieg notgedrungen derartige Zustände hervorbringt, und sie sind 
in der Uebergangszeit noch viel schlimmer geworden. Ich habe Herrn von 
Wangenheim vorgehalten, daß auf seinem Gute die Arbeiter drei Tage 
lang früher zur Arbeit antreten wollten, damit die Kartoffelernte, herein 
gebracht werde, daß sie aber nicht arbeiten konnten, weil der Inspektor zu 
bequem war, etwas früher aufzustehen, um den Leuten die Marken heraus 
zugeben. Auf solche Vorwürfe schweigt man auf jener Seite. Wir haben 
allen Anlaß, die Landarbeiterschaft gegen allgemeine Vorwürfe in Schuy 
zu nehmen. Sie ist durchaus arbeitswillig, wenn man sie einigermaßen an 
ständig behandelt. (Sehr wahr!) 
Ich verweise noch darauf, wie man in Pommern versucht, die staats 
erhaltenden Elemente auf dein Lande zu sammeln. Ju>. „Vorwärts" vom 
4. Dezember wird eine Notiz wiedergegeben, in der Offiziere aufs Land 
gesucht werden, die dort tätig sein sollen für den kommenden Umsturz. 
Sonst klagt man immer darüber, daß keine Wohnungen bereit gestellt wer 
den können, Gutsbeamte sind massenhaft stellenlos, aber diese Offiziere 
holt man heran und bringt sie unter, damit sie für gegenrevolutionäre 
Zwecke verwandt werden. Ich will die Offiziere im allgemeinen absolut 
nicht verdächtigen, es gibt viele Offiziere, die draußen im Felde ihre Schul 
digkeit getan haben, und die heute einem bittereren Elend gegenüberstehen, 
als manche Arbeiterfamilie. Das wissen wir. Aber diese Leute, die wirk 
lich in der Landwirtschaft arbeiten wollen, will man ja draußen nicht haben, 
sondern nur, wie es in einem Schreiben der Ortsgruppe Greifenberg an 
den Pommerschcn Landbund heißt: „z »verlässige Elemente des 
aufgelösten Heeres, insbesondere Offiziere". Denn nur 
solche kann inan zu gegenrevolutionären Zwecken gebrauchen. 
Ich kann nicht alles vortragen, was draußen dem Deutschen Land 
arbeiter-Verband und dein Preußischen Laüdwirtschaftsministeriui» zuge 
schoben wird, daß beide dazu beitragen, die Verhältnisse in Pommern 
derartig zuzuspitzen, daß von einer Arbeit keine Rede mehr sein könne. 
Wo haben Vertreter des Verbands-Vorstandes oder des Landarbeiter- 
Verbandes, oder des Landwirtschaftsministeriums, jemals die Landarbei 
ter abgehalten, über die Höchstarbeitszeit hinaus zu arbeiten? Die Land 
arbeiter sind bereit, Ueberstundcn zu leisten. In Dutzenden und Aber 
dutzenden von Fällen könnte ich nachweisen, daß man Ueberstunden ver 
langt, ohne daß nian sie bezahlen will, obwohl das in der Landarbeits 
Ordnung vorgesehen ist. Man will ja auch weiter nichts, als die Land 
arbeits-Ordnung wieder beseitigen. Die Arbeitszeit von 11 Stunden im 
Sommer ist den Herren noch nicht lang genug, man will eine längere Ar 
beitszeit eingesetzt haben. (Zuruf: 14, 15 .Stunden! > 
Zeh möchte hierbei auf das neueste Vorkommnis hinweisen, das den 
.Hauptstoß gegeben hat, die heutige Konferenz einzuberufen. Das sind die 
Zustande tut Kreise Anklam. Dort sind fünf Vertrauensleute unseres Ver 
bandes gematzregelt worden, bei dreien von ihnen ist vor dem Schlichtungs 
ausschuß festgestellt, daß eine Maßregelung vorliegt, die Arbeiter mußten 
wieder eingestellt werden. Bei zweien ist es strittig. Da hat man alte 
Sünden der Leute hervorgeholt, um die Entlassung" zu begründen. Für
	        

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Citation recommendation

Über Die Bedingungen Der Industriellen Entwicklung Russlands. J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), 1913.
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