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Der Pommersche Landbund

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Bibliographic data

fullscreen: Der Pommersche Landbund

Monograph

Identifikator:
1024749657
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-52880
Document type:
Monograph
Title:
Der Pommersche Landbund
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Vorstand des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (72 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Pommern-Konferenz des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Pommersche Landbund
  • Title page
  • Die Pommern-Konferenz des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
  • Material zur Beurteilung der Vorgänge in Pommern
  • Maßregelungen im Pommern
  • Aus der Preußischen Landesversammlung
  • Gegenmaßnahmen der Regierung
  • Schlußbemerkungen

Full text

15 
nach Hause geschickt worden, es sollte Mitte Oktober eine Verhandlung über 
den Tarifvertrag stattfinden, der dann rückwirkend von 1. September Gel 
tung haben solle. Im Oktober kamen wir so weit, daß Verhandlungen statt 
fanden; ich hatte den Regierungspräsidenten, Reg.-Rat Meyer, mobil ge 
macht, daß er sich Mühe gebe, damit mir zum Vertragsabschluß kämen. 
Als wir zusammenkamen, wurde ich gefragt, wie der Deutsche Landarbeiter- 
Verband sich zur Gewährung des Deputats stelle. Man sah also 
schon, was die Sitzung bezwecken sollte. Ich konnte natürlich nur 
die Antwort geben, daß wir uns streng an die bestehende Verordnung 
halten müssen. Der Landrat von Marwitz sagte dann wieder, daß 
der Deutsche Landarbeiter-Verband dafür sorge, daß der Landarbeiter sein 
Deputat nicht bekommt. Dann ging es weiter: Ob der Deutsche Land 
arbeiter-Verband sich unterwerfen wolle unter den bestehenden Tarifver 
trag. Wir haben das abweisen müssen, weil der Tarif der allerniedrigste 
war, im Rgierungsbezirk Stettin, und weil darin die Bestimmung ent 
halten war, daß der Taglöhncr verpflichtet sei, einen Hofgänger selbst zu 
stellen und daß die Frau auch noch 80 Tage in Arbeit zu gehen verpflichtet 
sei. Wir wollen durchaus unsere Leute zur Arbeit erziehen, aber weil heute 
sehr viele Taglöhncr ohne Hofgänger sind, wünschten wir, daß das aus dem 
Tarif herauskam. Wir stellten dann die Frage, ob der Pommersche Land 
bund bereit sei, mit dem Deutschen Landarbeiterverband einen Vertrag ab 
zuschließen. Darauf wurde uns erklärt, nein, dazu haben wir keine Voll 
macht. Damit waren die ganzen Verhandlungen hinfällig. Wenn wir dem 
Drängen der Kollegen nachgegeben, wäre schon im Juli bei der Haupternte 
der Streik ausgebrochen. Wir haben die Kollegen unter Gefahr für unsere 
eigene Person davon abhalten müssen, weil wir dafür nicht die Verant 
wortung auf uns nehmen konnten. Wir haben alle Instanzenwege bis zum 
Demobilmachungskommissar benutzt, aber alles war vergeblich, und so ist 
es in Greifenberg zuin Streik gekommen. Auf 30 Gütern wurde die Ar 
beit niedergelegt. Der Landrat, der selbst Besitzer ist, — er bezahlt noch 
nicht einmal den Pommerfchen Tarifvertrag, — hat als verantwortliche 
Person die Regierung angerufen. Darauf kamen auf dem schnellsten Wege 
zwei Regierungsvertreter nach Stettin. Wir wurden auch hinberufen und 
auch Regierungsrat Dr. Meyer. Am ersten Tage haben wir bis zum Abend 
nichts zustande gebracht. Am nächsten Morgen hatten die Besitzer eine 
Sitzung. Die Regierungsvertreter heben sich die größte Mühe gegeben, es 
zu einer Einigung zu bringen. Der Pommersche Landbund beharrte starr 
auf seinem Standpunkt. Die Sache mußte dann dem Schlichtungsausschuß 
überwiesen werden. Die Spruchkammer in Stargard hat einen Schieds 
spruch gefällt, durch den ein Mittelweg eingeschlagen worden ist. Wir ver 
langten 3000 Mt. und wollten den Camminer Vertrag zugrunde legen, 
weil das der angrenzende Kreis ist, wo die Verhältnisse dieselben sind. Die 
Spruchkammer hat gesagt: Der teueren Verhältnisse wegen müßten wir 
auf den Camminer Vertrag, der 2500 Mk. vorsieht, etwas drauflegen unb 
schlug den Mittelweg von 2750 Mk. vor. Die Arbeitgeber wurden beauf 
tragt, innerhalb vier Tagen Antwort zu geben. Sie haben dann erst 
einen Tag nach dem angesetzten Terinin Bescheid gegeben, daß die Besitzer 
sich mit dem Schiedsspruch nicht einverstanden erklären. Sie beharrten 
darauf, nichts bewilligen zu wollen. Wir haben dann den Spruch dem 
Regierungspräsidenten zur Verbindlichkeits-Erklärung übergeben. Der Ge 
schäftsführer Dr. Wolfgramm hat strikte erklärt, er bewillige das nicht, die 
Besitzer wollen nicht zahlen, wir richteten die ganze Wirtschaft zugrunde 
»sch. Also sie wollen mit dem Deutschen Landarbeiter-Verband nichts
	        

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Festschrift Zur Feier Des 250jährigen Bestehens Der Freien Baugewerks-Innung Bauhütte Zu Stade. Selbstverlag der Freien Baugewerks-Innung, 1913.
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