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Der Pommersche Landbund

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Bibliographic data

fullscreen: Der Pommersche Landbund

Monograph

Identifikator:
1024749657
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-52880
Document type:
Monograph
Title:
Der Pommersche Landbund
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Vorstand des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (72 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Aus der Preußischen Landesversammlung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Pommersche Landbund
  • Title page
  • Die Pommern-Konferenz des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
  • Material zur Beurteilung der Vorgänge in Pommern
  • Maßregelungen im Pommern
  • Aus der Preußischen Landesversammlung
  • Gegenmaßnahmen der Regierung
  • Schlußbemerkungen

Full text

68 
gehabt hätten, hätte es manchmal schlecht um die Bewirtschaftung der Güter 
gestanden. Gerade gegen meine Fraktion wird immer behauptet, dort seien 
keine landwirtschaftliche Sachverständige. Nun wollen wir mal den Spieß 
umkehren und fragen, ob in der Fraktion, die sich als Vertreterin der Land 
wirtschaft bezeichnet, wirklich soviel praktisch tätige Landwirte sitzen. 
Die landwirtschaftlichen Unternehmer haben aus dem Kampf zwischen 
Kapital und Arbeit noch nichts gelernt. In Industrie und Gewerbe sind wir 
schon so weit, daß sich Unternehmer und Arbeiter an einen Verhandlungstisch 
setzen, und wenn ich eine Hoffnung hatte, so war es die, daß es im Laufe 
dieses Jahres gelingen würde, in der Landwirtschaft alle Etappen, die im 
Kampf zwischen Kapital und Arbeit in der Industrie durchgemacht worden 
sind, zu überspringen. Aber in Pommern und auch anderwärts, nicht überall, 
glaubt man heute noch, mit den alten Mitteln gegen 
die Gewerkschaft kämpfen zu können, mit Maßregelung und 
Unterdrückung der Organisationen, mit Bevorzugung der Arbeiter, die sich 
nicht mit ihren Arbeitsbrüdern in eine Linie stellen. Das kommt aber daher, 
daß die Organisationen der landwirtschaftlichen Unternehmer zu sehr politisch 
orientiert sind und zu sehr daran gewöhnt sind, an die Gesetzgebung zu 
appellieren. 
Ich darf wohl für mich in Anspruch nehmen, daß Sie mir glauben, wenn 
ich sage: uns ist es nicht darum zu tun, den Belagerungszustand anzuwenden; 
wir wären froh, wenn er lieber heute als morgen aufgehoben werden könnte. 
Aber wenn der Belagerungszustand nach links angewandt werden muß, dann 
können wir es uns nicht bieten lasten, daß arbeitswillige Landarbeiter des 
halb an der landwirtschaftlichen Produktion gehindert werden, weil sie den 
Mut haben, sich freigewerkschaftlich zu organisieren. Deshalb hoffen wir, daß 
die Regierung mit allen Mitteln eingreift, und wenn das noch nicht genügt, 
was jetzt durch Noske erfolgt ist, daß dann noch andere Mittel angewandt 
werden. Wollen die Gutsbesitzer absolut die landwirtschaftliche Produktion 
sabotieren, dann muß es unter dem Belagerungszustand auch möglich sein, 
ihnen die Bewirtschaftung ihrer Güter abzunehmen und sie in solche Hände 
zu legen, die sie im Interesse der ganzen Volkswirtschaft durchführen, weil 
heute, wo die Not so groß ist, arbeitswillige Landarbeiterfamilien nicht auf 
die Straße gesetzt werden dürfen. 
Auf die Presteäußerungen einzugehen, in denen von der Firma Braun, 
Schmidt u. Co., Landarbeiter-Verband zur Störung der Produktion, ge 
sprochen ist, hat keinen Wert. Ich weiß genau, daß es zum agrarischen 
System gehört, so die Oeffentlichkeit zu bearbeiten. Ich glaube aber, daß 
man in der Oeffentlichkeit eingesehen hat, daß in Pommern ein Ausnahme 
zustand besteht; ich erwarte, daß die Regierung unfere Maßnahinen würdigt 
und erkläre nochmals, daß die Vertreter der Landarbeiterschaft jederzeit bereit 
sind, zur Sicherung der landwirtschaftlichen Produktion beizutragen. Ich 
glaube, heute schon sagen zu dürfen, daß unser Verbandstag auch dafür den 
Beweis liefern wird. 
Darum sage ich, unsere förmliche Anfrage, die hier gestellt ist: was ge 
denkt die Regierung in dieser Beziehung zu tun, ist nicht darum gestellt, um 
draußen 'im Lande wieder Agitationsmaterial für uns zu haben, wie z. B. 
die „Pommersche Tagespost" schrieb: „Schmidt (Cöpeulck) läutet Sturm." 
Wir bedauern, daß wir uns dannt so oft beschäftigen müssen. Wie es in der 
Provinz Sachsen der Fall ist, wo inan sich an den Verhandlungstisch gesetzt 
hat, könnte es in Pommern auch sein. Ich weiß, daß man es in Pommern 
von Anfang an anders gewollt hat, und ich habe schon gesagt, welche Personen
	        

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Der Pommersche Landbund. Vorstand des Deutschen Landarbeiter-Verbandes, 1920.
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