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Der Wald und seine Arbeiter

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wald und seine Arbeiter

Monograph

Identifikator:
1024751406
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-52899
Document type:
Monograph
Title:
Der Wald und seine Arbeiter
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Vorstand des Deutschen Landarbeiter-Verbandes
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (71 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die jetzigen Tariflöhne
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Wald und seine Arbeiter
  • Title page
  • Contents
  • Aus der Geschichte des Waldes
  • Die Bedeutung der Forsten im Wirtschaftsleben
  • Das Organisationsverhältnis vor und nach dem Kriege
  • Die Lohn- und Arbeitsbedingungen vor und nach dem Kriege
  • Die jetzigen Tariflöhne
  • Arbeitszeit, Zuschläge für Ueberstunden und Sonntagsarbeit

Full text

31 
Die Höhe der Löhne genügt. den Kollegen in manchen Bezirken nicht. Mit 
dem besten Willen war es den Verbandsvertreteru nicht möglich, höhere Sätze 
durchzudrücken. Schuld daran haben die Kollegen selber. Es gibt leider auch 
heute noch viele ängstliche Naturen unter den Forstarbeitern, die bei jeder 
Gelegenheit dem Oberförster ihre Zufriedenheit mit den Lohn- und Arbeits 
verhältnissen glauben bestätigen zu müssen. Bei allen Verhandlungen sangen 
die Oberförster das hohe Lied der Zufriedenheit ihrer Arbeiter. „Unsere 
Arbeiter sind zufrieden, so wie sie es früher immer gewesen sind", so lauten 
die Aussagen dieser Herren. „Nur der Verband ist schuld, die Verbands- 
vertreter haben unsere Leute verhetzt", heißt es weiter. Die Forstarbeiter 
werden es sich abgewöhnen müssen, von ihren Vorgesetzten aushorchen zu 
lassen. Wenn man sich aber schon in ein Gespräch mit den Vorgesetzten ein 
läßt, dann verlangen wir von den Verbandsmitgliedern, daß sie den Frage 
stellern frei und offen die Wahrheit ins Gesicht sagen. Dann wird zum 
Vorteil der Gesamtheit mehr als wie bisher erreicht werden können. 
Bei allen Verhandlungen haben die Forstarbeiterkollegen mit wenigen 
Ausnahmen uns nicht genügend unterstützt. Unseren mehrfachen Aufforde 
rungen an die Kollegen im Mitteilungsblatt, uns die bestehenden Lohn- und 
Arbeitsverhältnisse aus allen Forstgebieten in Preußen mitzuteilen, ist man 
nicht nachgekommen. Infolgedessen fehlt uns das Material bei den Verhand 
lungen. Dies muß in Zukunft anders werden. Wenn von uns Anfragen 
an die Ortsgruppen gehen, dann müssen sie auch wahrheitsgemäß und schnell 
beantwortet werden. 
Gegenüber den früheren Löhnen bedeuten die jetzigen Sätze einen un 
geheuren Fortschritt, Wenn die Höhe derselben hier und da noch nicht genügt, 
um ein menschenwürdiges Leben zu führen, so muß dieses nachgeholt werden 
bei den nächsten Tarifverhandlungen. 
Ueber die Akkordsätze können wir leider keine Zusammenstellung bringen, 
weil bei der verschiedenartigen Bezeichnung der einzelnen Positionen es un 
möglich ist, ein übersichtliches Bild zu schaffen. Es wird' auch hier Aufgabe 
des Verbandes fein, danach zu streben, daß in allen Staaten und Forst 
bezirken einheitliche Bezeichnungen eingeführt werden. Bemerken wollen wir 
noch, daß der Verbandsvorstand bei der vor einiger Zeit wieder eingesetzten 
Verteuerung der Lebensmittel erneut au den Minister in Preußen eine Ein 
gabe gemacht hat, um die in den Tarifen festgesetzten Löhne zu erhöhen.
	        

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Der Wald Und Seine Arbeiter. Vorstand des Deutschen Landarbeiter-Verbandes, 1920.
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