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Der historische Materialismus

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Bibliographic data

Full text: Der historische Materialismus

Monograph

Identifikator:
1024892336
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-42711
Document type:
Monograph
Author:
Lissner, Julius http://d-nb.info/gnd/1115825569
Title:
Zur Wertzollfrage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung Nachf.
Year of publication:
1911
Scope:
1 Online-Ressource (108 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Kapitel III. Zukunft und Ausbau des Wertzolls
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der historische Materialismus
  • Title page
  • I. Die Aufgabe der Schrift
  • II. Was der historische Materialismus nicht ist
  • III. Inhalt der Lehre
  • IV. Unsere Beispiele
  • V. Das gesellschaftliche Sein bestimmt den Geist
  • IV. [i.E. VI.] Schluß

Full text

— — 
—22 
99 
diese für ihn. Sch u ß und Ernährung Aller ist Aufgabe 
der Gemeinschaft, die beste Arbeitsteilung auch, und 
gleicherweise die beste An passung jedes Individuums 
an die Außenwelt. 
Die freie Entwicklung eines jeden ist zur Bedingung 
geworden der freien Entwicklung Aller 
Die Uneigennützigkeit, die Liebe zu den Nächsten, die 
Aufopferung, die Treue und Ehrlichkeit, die Disziplin, die 
Wahrheitsliebe können sich also nicht mehr außern in einem 
Kampfe gegen andere, so wie dieser früher war. 
Sie gußern sich im Wettkampfe, im Wetteifer, um für 
andere, für alle anderen, für die ganze Gesellschaft, die 
ganze Menschheit zu arbeiten, mit dem Körper und mit 
dem Geiste. In der Arbeit für das Gemeinwesen, darin 
zeigte sich jene Tugend 
Sie haben also wohl wirklich einen total anderen In— 
halt und dadutch auch eine total andere Form be— 
kommen. Denn früher richteten sie sich gegen andere, die 
Vernichtung anderer war ihr Ziel; jeßit ihr Ziel das 
Leben und das Wachstum aller anderen 
Diese Tugenden haben jetzt, wenigstens in ihrer All⸗ 
gemeinheit, nichts Besonderes mehr, nichts Außerordent— 
liches. Sie sind selbstredend, weil ihr Gegenteil nicht da 
ist und weil sie allein in verschiedenem Grad, in berschie— 
dener Dose vorkommen. Im Grade der Tugend liegt jeßt 
das außerordentliche. Weil alle für alle arbeiken und die 
Verhältnisse der Menschen zur Natur, in welcher sie ar⸗ 
heiten, und zueinander vollkommen klar und durchsichtg 
sind, sind jene Tugenden die natürlichen Eigenschaften 
eines jeden Ihr übernatürlicher Schein verschwindet ganz 
und gar. Die gute Sitte, die gute Ethik ist etwas Gewöhn 
liches, wie die körperliche Bewegung 
Aber wie, so wird vielleicht ein Leser fragen, wie 
znnen sie denn leben und wachsen, wenn der Kampf ver⸗ 
schwunden ist? Wir sahen ja doch, daß sie aus dem Kampfe, 
dem sexuellen Kampf, dem Klassenkampf, dem Konkurrenz⸗ 
kampf, dem nationalen Kampf aufgewachsen sind! 
Dies scheint in der Tat ein kräftiges Argument zu 
sein, und es würde den Schein haben können, als ob diefe 
Tugenden, weil der Kampf nicht mehr da ist, abschwächen 
oder wenigstens nicht mehr wachsen werden 
Dies ist aber nur Schein. Venn es bleibt ein Kampf, 
ein Hampf eines jeden gegen alle, ein Kampf auch ums 
Dasein, der Kampf nämlich um besser als alle audeten zu 
sorgen für das Gemeinwesen, die Menschheit, um besser
	        

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Modern Monetary Systems. King, 1927.
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