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Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

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Bibliographic data

Object: Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

Monograph

Identifikator:
1024892336
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-42711
Document type:
Monograph
Author:
Lissner, Julius http://d-nb.info/gnd/1115825569
Title:
Zur Wertzollfrage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung Nachf.
Year of publication:
1911
Scope:
1 Online-Ressource (108 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Kapitel III. Zukunft und Ausbau des Wertzolls
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
  • II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
  • III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
  • IV. Kapitel. Die Arberterbanken

Full text

vom Arbeiter bei den einzelnen sich immer RE 
verlangt wird, durchaus verschieden. 7 
Wir sahen im River Rouge Plant von Ford in Detroit an einzelnen 
Stellen des Fabrikationsbandes Arbeiter, die nu mit Jerfnstankung 
aller ihrer physischen Kräfte und bei pause Oser Intensität der 
Arbeit mitkamen. Ebenso konnten wir Arbeiter eöbachten — 
am Zusammensetzband in Highland Park Plant % 1 For de 
jeweils nach der Verrichtung der ihnen zukommenden eit 
bequem Zeit blieb, sich umzusehen, das neue Wer stück zu 
Srwarten, an sich herankommen zu lassen. Wir sahen einen Holz- 
betrieb, der Radiokasten in Bandfabrikation herstellte; hier gaben 
uns erst jüngst aus Deutschland eingewanderte Arbeiter selbst an, 
dass das physische Tempo der Arbeit nicht anders sei als in einem 
normalen deutschen Holzbetrieb. Unbestritten ist demgegenüber 
wieder die maximale Ausnutzung der physischen Leistungskraft, 
die in einem Chicagoer Versandwarenhaus bei hochentwickeltem 
Bandsystembesteht. Das gleiche kann man wohl von der physischen 
Intensität der Arbeit in den Chicagoer Fleischpackerfirmen sagen. 
Hier ist eine Kombination zwischen Optimalorganisation des Be- 
triebes mit Zwang zur physisch quantitativen Höchstleistung ein- 
getreten. Hier erlebte der alte Gewerkschaftsgrundsatz: „Akkord- 
arbeit ist Mordarbeit“, technisiert seine Auferstehung. 
Dort, wo die in der fliessenden Produktion arbeitenden Betriebe 
gewerkschaftlich organisiert sind, findet auch, sagen wir, eine 
intellektuelle Kontrolle des physischen Arbeitstempos vom Arbeit- 
nehmerstandpunkt aus statt. Aber auch da, wo diese aus sozialen 
und ethischen Beweggründen herauswachsende Mitbestimmung der 
Intensität der Arbeit nicht besteht, ist eine beliebige Beschleunigung 
ausschiesslich unter dem Gesichtspunkt der quantitativen Inten- 
Sivierung auch nicht möglich. Die Praxis hat ergeben, dass bei 
einer gewissen Grenze das erreichte Maximum nicht mehr weiter 
ZU entwickeln ist, dass die Kurve derLeistung von einem bestimmten 
Punkte an steil abwärts geht. Über den Punkt, an dem jenes 
Maximum erreicht ist, werden Arbeiter und Unternehmer sich aber 
Selten einigen! 
Bei der Beobachtung der Tatbestände, die sich als physische 
dUaNÜtative Leistungssteigerung aus der Bedienung mehrerer 
Maschinen durch eine Person oder aus der E rledigung verschiedener 
Arbeiten durch eine Person kennzeichnen lassen, ergab sich ein 
Resultat, das in einem gewissen Gegensatz zu den deutschen Ver- 
hältnissen steht. 
In Deutschland herrscht, im besonderen in der Textilindustrie, das 
Bestreben, den Arbeiter möglichst viele Maschinen zugleich be- 
dienen zu lassen; das gilt auch für andere Berufe. Ebenso werden 
für einen Arbeiter Sen verschiedene Arbeiten kombiniert. In 
A
	        

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Amerikareise Deutscher Gewerkschaftsführer. Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes, 1926.
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