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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

i 
-\ 
‘Kap. III. Der Vorschlag an den Regeln der Besteuerung geprüft. 
309 
das Recht des anderen auf den Genuß seines Einkommens ist ein bloß 
eingebildetes Recht, die Schaffung von Staats- oder Gemeindeeinrich 
tungen, die der Natur fremd und von ihr nicht anerkannt find. Der 
Vater, dem man sagt, daß er durch seine Arbeit seine Rinder zu er 
nähren habe, muß dies zugeben, denn es ist die Vorschrift der Natur; 
aber er kann mit Fug und Recht verlangen, daß von dem durch seine 
Arbeit gewonnenen Einkommen nicht ein Pfennig genommen wird, 
solange noch ein Pfennig aus Einkünften übrig bleibt, die aus einem 
Monopol der von der Natur unparteiisch allen dargebotenen natürlichen 
Vorteile herrühren, und an das seine Rinder ein gleiches Recht anzu 
sprechen haben. 
Adam Smith redet von Einkommen als „unter dem Schutze des 
Staates genossen", und dies ist auch der Grund, auf den gewöhnlich 
die Forderung der gleichen Besteuerung aller Arten von Eigentum ge 
gründet wird, weil es nämlich vom Staate gleichmäßig beschützt werde. 
Die Grundlage dieser Vorstellung ist augenscheinlich, daß der Genuß 
des Eigentums durch den Staat möglich gemacht wird — daß vom 
Staat ein wert geschaffen und erhalten wird, der, wie man mit Recht 
beanspruchen kann, die öffentlichen Ausgaben aufbringen muß. Von 
welchen werten ist dies nun richtig? Einzig vom wert des Grund und 
Bodens. Dies ist ein wert, der nicht eher entsteht, als bis ein Gemein 
wesen gebildet ist und der, ungleich anderen werten, mit der Entwick 
lung des Gemeinwesens zunimmt. Er besteht erst, wenn das Gemein 
wesen besteht. Das größte Gemeinwesen zerstreue sich wieder, und 
der jetzt so wertvolle Boden wird gar keinen wert mehr haben. Mit 
jeder Bevölkerungszunahmc steigt der wert des Landes, mit jeder 
Abnahme fällt derselbe. Dies ist nur bei Dingen der Fall, die, wie der 
Grundbesitz, ihrer Natur nach Monopole sind. 
Die Steuer auf Landwerte ist daher die gerechteste und unpar- 
leiischste aller Steuern. Sie fällt nur auf die, welche von der Gesellschaft 
einen besonderen und wertvollen Vorteil erhalten, und auf sie hu Ver 
hältnis zu dem empfangenen Vorteil. Durch sie nimmt der Staat zum 
Nutzen des Staates denjenigen wert, der von ihm selbst geschaffen 
Worden ist. Sie ist die Verwendung von Gemeingut zu Gemeinzwecken, 
wenn sämtliche Rente durch die Besteuerung für den Bedarf des Staates 
Senommen ist, — dann wird die durch die Natur verordnete Gleichheit 
h^'-öestellt sein. Rein Bürger wird über einen anderen Bürger einen 
Vorteil haben als soweit Fleiß, Geschicklichkeit und Intelligenz ihn 
gewähren, und jeder wird erlangen, was ihm billigerweise zukommt. 
Dann, aber erst dann, wird die Arbeit ihren vollen Lohn und das Rapital 
leinen natürlichen Ertrag erhalten.
	        

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Kritische Geschichte Der Nationalökonomie Und Des Socialismus. Grieben, 1875.
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