Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die deutsche Zigarettenindustrie

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Zigarettenindustrie

Monograph

Identifikator:
1028995938
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-48083
Document type:
Monograph
Author:
Bormann, Kurt http://d-nb.info/gnd/135652758
Title:
Die deutsche Zigarettenindustrie
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag der H. Laupp'schen Buchhandlung
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 121 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Abschnitt. Die Arbeiterverhältnisse
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Zigarettenindustrie
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Die Entwicklung der deutschen Zigarettenindustrie bis zur Gegenwart
  • II. Abschnitt. Der Zigarettentabak
  • III. Abschnitt. Die Zigarettenfabrikation
  • IV. Abschnitt. Die Absatzverhältnisse
  • V. Abschnitt. Die Arbeiterverhältnisse
  • Ergebnisse

Full text

113 
Liefern und Abholen derArbeit verursachen denHeimarbeiterinnen 
übrigens zumeist nicht unbeträchtliche Zeitverluste. Diese sind be 
sonders groß für die Arbeiterinnen derjenigenBetriebe, diealleihreHeim- 
arbeiterinnen auf eine bestimmte Stunde bestellen, dann aber die Arbeit 
erst allen unter Berücksichtigung der weiter oben genannten Kontroll- 
maßregeln abnehmen, ehe sie den einzelnen neue Arbeit aushändigen. 
In gesundheitlicher Beziehung gibt die Heimarbeit zu 
schweren Bedenken Anlaß und zwar vor allem deshalb, weil sie 
zumeist in Räumen ausgeübt wird, die zugleich als Wohn-, zum 
Teil sogar auch als Schlafräume dienen. Daß nun der dauernde 
Aufenthalt in einem solchen Raume, aus dem Tag und Nacht der 
Tabakdunst nicht herauskommt, äußerst gesundheitsschädlich sein 
muß, dürfte wohl jeder ohne weiteres zugeben. Auch für den Kon 
sumenten ist die Heimarbeit aus hygienischen Gründen eine wenig 
erfreuliche Erscheinung, da sie ihm — infolge Fehlens jeglicher 
Kontrolle.— nicht in gleichem Maße wie die Fabrikarbeit Gewähr 
für Sauberkeit bei der Herstellung der Fabrikate bietet. 
In Erwägung aller dieser Umstände ist deshalb schon öfters von 
verschiedenen Seiten ein gänzliches Verbot der Heimarbeit 
gefordert worden. Das gleiche wurde im Reichstag bei Gelegenheit der 
Beratung desZigaretten-Steuergesetzes auch von den Sozialdemokraten 
verlangt. Der Regierungsvertreter hielt damals aber diesem Antrag 
entgegen, es sei hier (bei Beratung des Zigaretten-Steuergesetzes) 
nicht der Platz, auf solche Fragen einzugehen, da ein finanz- und kein 
sozialpolitisches Gesetz zur Beratung stände. Von der Mehrheit wurde 
darauf der Antrag abgelehnt, zu dem in diesem Falle übrigens nicht 
nur hygienische Bedenken, sondern auch die alte Abneigung der 
Sozialdemokratie gegenüber jeglicher Heimarbeit 1 ) geführt hatte. 
1) Der Grund dieser Abneigung ist in dem Umstande zu suchen, daß die 
Heimarbeit einer Organisation wegen ihrer Dezentralisation nur schwer oder gar 
nicht zugänglich gemacht werden kann. Vergl. auch das im Jahresbericht des 
Deutschen Tabakarbeiter-Verbandes (1907, Seite 7) Gesagte: „Aus eigner Kraft, 
d. h. durch die Tätigkeit der Organisation, auf die Dauer auf die tägliche Arbeits 
zeit im Sinne des Fortschritts einzuwirken, oder in hygienischer Hinsicht Ver 
besserungen im Arbeitsverhältnis herbeiführen zu können, wird angesichts der 
bestehenden Heim- und Hausarbeit nur schwer zu erreichen sein, wenigstens wird 
diese Tätigkeit im allgemeinen Sinne keine dauernden und großen Erfolge zeitigen 
können, da sie, die Heimarbeit, ein beliebter Ausweg für die Fabrikanten bildet, 
Errungenschaften auf diesem Gebiete illusorisch zu machen. Aus diesen wohl 
erwogenen und auch wohlberechtigten Gründen, so wie auch aus Gründen, die auf 
dem Gebiete reiner Volkshygiene zu suchen sind, fordern die Tabakarbeiter schon 
seit mehreren Jahrzehnten einen durchgreifenden gesetzlichen Arbeiterschutz, be 
sonders ein gänzliches gesetzliches Verbot der Heimarbeit.“ 
Zeitschrift für die ges. Staatswissenschaft. Ergänzungsheft 33. 
8
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Cost of Living in German Towns. Stat. Off., 1908.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.