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Die deutsche Zigarettenindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Zigarettenindustrie

Monograph

Identifikator:
1028995938
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-48083
Document type:
Monograph
Author:
Bormann, Kurt http://d-nb.info/gnd/135652758
Title:
Die deutsche Zigarettenindustrie
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag der H. Laupp'schen Buchhandlung
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 121 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Abschnitt. Die Zigarettenfabrikation
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Zigarettenindustrie
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Die Entwicklung der deutschen Zigarettenindustrie bis zur Gegenwart
  • II. Abschnitt. Der Zigarettentabak
  • III. Abschnitt. Die Zigarettenfabrikation
  • IV. Abschnitt. Die Absatzverhältnisse
  • V. Abschnitt. Die Arbeiterverhältnisse
  • Ergebnisse

Full text

42 
manchmal auch gleich die in den einzelnen Ballen enthaltenen 
Tabake nochmals sortiert, d. h. der Tabakmeister beauftragt die 
mit dem Aufreißen beschäftigten Frauen, die gelben, grünen usw. 
Blätter besonders zu legen. Nach Vollendung dieser Arbeiten wird 
aller zu einer Mischung bestimmte Tabak auf einen Haufen ge 
worfen, mit reinem Wasser angefeuchtet und dabei zugleich mit 
der Hand gemischt. Diese Arbeit, die rein mechanischer Natur ist 
und keinerlei Geschicklichkeit erfordert, wird von ungelernten Ar 
beitern, sogenannten „Tabakmischern“ vollzogen. Erwähnt 
sei noch, daß das Anfeuchten der Blätter notwendig ist, um sie 
geschmeidig zu machen, da sie sonst beim Zerschneiden zerstäuben 
würden, und daß ein Entrippen der Blätter bei den orientalischen 
Tabaken wegen der Feinheit ihres Blattes nicht erforderlich ist. 
Der angefeuchtete und gemischte Tabak bleibt noch einige Zeit 
liegen, damit die Feuchtigkeit durchzieht; hierauf wird er an den 
Tabakschneider abgegeben. 
In den meisten Groß- und Mittelbetrieben stehen zum Schneiden 
des Tabaks Maschinen zur Verfügung, die von Motoren angetrieben 
werden und eine stündliche Schnittleistung bis zu 200 kg Tabak 
und mehr aufweisen; die Preise für solche Maschinen steigen bis 
4500 Mk. und darüber. Kleinere Betriebe begnügen sich mit Schneide 
maschinen, die mit der Hand in Tätigkeit gesetzt werden und schon 
für etwa 450 Mk. billigsten Falles zu haben sind. In ganz kleinen 
Betrieben endlich findet man hin und wieder, soweit sie es nicht 
vorziehen, ihren Tabak gleich geschnitten zu kaufen 1 ), noch die 
alten Handschnittladen vor, bei denen der Tabak durch ein von 
Menschenhand auf und ab bewegtes Messer zerschnitten wird. 
Zur Bedienung einer durch Motorkraft angetriebenen Schneide 
maschine ist nur eine Person, eben der Tabakschneider, erforder 
lich, der die Blätter in den dazu bestimmten Behälter einzulegen 
und den Gang der Maschine je nach Umständen zu regulieren hat. 
Von einem guten Tabakschneider werden außer einer innigen Ver 
trautheit mit der Maschine noch manche andere Kenntnisse und 
Fähigkeiten verlangt, denn 
1. muß er taxieren können, ob der Tabak die zum Schneiden 
erforderliche Feuchtigkeit hat, 
2. muß er es verstehen, den Tabak richtig in den Behälter 
zu packen, wobei es namentlich sein Bestreben sein muß, den Tabak 
gleichmäßig fest zu packen, da sonst das Messer rupft; 
1) Näheres siehe weiter unten!
	        

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Die Deutsche Zigarettenindustrie. Verlag der H. Laupp’schen Buchhandlung, 1910.
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