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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

160 
Erstes Buch. Die Begründer. 
ringerung im Ertrage der Kapitalien, die nach und nach in den gleichen 
Boden gesteckt werden. Er weist darauf hin, daß sogar in diesem Falle, 
d. h. ohne daß neue Landstriche in Bearbeitung genommen werden, die 
Bodenrente in Erscheinung tritt. 
In der Tat, wenn wir bei unserem Boden Nr. I bleiben, der das Ge 
treide zu 10 Fr. den Hektoliter erzeugt, und wenn wir annehmen, daß wir 
versuchen, im Falle die Bedürfnisse eine Erhöhung des Ernteertrages 
notwendig machen, den Ertrag bei Nr. I zu erhöhen, anstatt Boden Nr. II 
urbar zu machen, so werden wir hierbei nichts gewinnen. Denn die neuen 
Hektoliter, die auf dem Boden Nr. I erzeugt werden, werden 15 Fr. kosten, 
genau wie die vom Boden Nr. II, und ihr Preis wird den Marktpreis be 
stimmen: der Preis eines jeden Hektoliters wird daher auf 15 Fr. steigen, 
und der Besitzer wird ebenso eine Bodenrente beziehen, weil seine zwei 
Hektoliter sich zum gleichen erhöhten Preise verkaufen, nämlich 15 plus 
15 gleich 30 Fr., obgleich sie ihm doch nur 10 plus 15 Fr. gleich 25 Fr. 
gekostet haben 1 ). 
Um zu vermeiden, Boden einer geringeren Kategorie in Angriff zu 
nehmen, gibt es noch ein anderes Hilfsmittel. Es besteht darin, in der 
Ferne durch Auswanderung und Kolonisation Felder zu erwerben, die 
den Feldern erster Kategorie gleichwertig sind, oder besser, einfach die 
Erzeugnisse dieser überseeischen fruchtbaren Felder zu kaufen und dafür 
industrielle Erzeugnisse in Tausch zu geben, auf die das Gesetz des sinken 
den Bodenertrages keine Anwendung findet. Hierbei muß jedoch noch 
die Arbeit des Transportes in Betracht gezogen werden, die sich der Er 
zeugungsarbeit anfügt, und die das gleiche Resultat ergeben wird, nämlich 
eine Bodenrente für die dem Markt näher gelegenen Grundstücke, eine 
Bodenrente, die sich aus der Überlegenheit der Lage erklärt, oder, wie 
J.-B. Say sagt: „Entfernung wirkt wie geringere Fruchtbarkeit.“ In 
Amerika gibt es Felder, die das Getreide zu 10 Fr. den Hektoliter erzeugen; 
wenn es aber notwendig wird, für den Transport 5 Fr. Fracht zu zahlen, 
so ist es klar, daß das nach England gelieferte Getreide 15 Fr. wert ist, 
d. h. genau ebensoviel, als wenn man dort Felder zweiter Kategorie in 
l ) Die von Ricardo gegebene Erklärung ist in eine etwas andere Form gekleidet. 
„Wenn ein Pächter aus seinem Land mit einem Kapital von 1000 Pfund Sterling 
100 Zentner Getreide gewinnt und wenn er, infolge der Aufwendung eines weiteren 
Kapitals von 1000 Pfund Sterling einen Mehrertrag von 85 Zentnern erzielt, so würde 
der Besitzer berechtigt sein, von ihm 15 Zentner oder deren entsprechenden Wert zu 
verlangen, denn für den Profit kann es nicht zwei verschiedene Sätze geben“ (S. 43). 
Er will damit sagen, daß die Rente notwendigerweise in Erscheinung tritt, wenn die 
Höhe des Gewinnes infolge der geringeren Ertragsfähigkeit der neuen Kapitalien sinkt. 
Denn die Rente ist, wie das Wort schon sagt, der Teil des Ernteertrags, der nach Abzug 
des Gewinnes und der Löhne übrig bleibt. Diese Darstellung nähert sich (wie Ricardo 
zugibt) der eines anderen englischen Schriftstellers, Edward West, in dessen I81u 
veröffentlichten Buch: Application of Capital to Land.No full text available for this image
	        
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Análise de Alguns Indicadores Demográficos. Tipografia Portuguesa, 1953.
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