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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel I. Sismondi und die Ursprünge der kritischen Schule. 
U? 
des Schriftstellers mehren und mehren sich die Beispiele: da ist die Herzogin 
von Strafford und andere große schottische Grundbesitzer, die, um" di&: , 
alten Felder in große Weideländer umzuwandeln, die Pächter von ihren 
Wohnstätten verjagen, sie in die Städte treiben und sie zusammenhudeln, 
um sie nach Amerika abzuschieben. In Italien ist es die Handvoll jener 
Spekulanten, die mercanti di tenute genannt wurden, die aus den 
gleichen Gründen die Wiederbevölkerung und die Bewirtschaftung der 
römischen Campagna verhindern, „dieses so außerordentlich fruchtbaren 
Landes, wo früher 5 ,,arpents“ 1 )eineFamilie ernäherten und einen Soldaten 
großzogen!“ — und aus der heute nach und nach „die einzelnen Häuser, 
( üe Dörfer, die ganze Bevölkerung, die Einfriedigungen, die Weingärten, 
die Olivenbäume, und alle Erzeugnisse, die eine beständige Aufmerk 
samkeit, die Arbeit und besonders die Liebe des Menschen verlangen“, 
verschwunden sind, um Viehherden und einigen Hirten Platz zu machen 2 ). 
Diese Kritik ist an und für sich richtig, aber sie klagt die Mißbräuche 
des Privateigentums an und nicht das Prinzip des Nettoproduktes, — 
denn der bäuerliche Besitzer würde dieses Prinzip nicht weniger in An 
wendung bringen, wie es der Großgrundbesitzer tut; es ist überall dort 
unvermeidlich, wo die Produktion sich in Hinsicht auf einen Markt 
vollzieht 3 ). 
Dieser gleiche Gegensatz zwischen Eigentum und Arbeit dient auch 
Zur Erklärung der wirtschaftlichen Krisen. 
Nach Sismondi beruhen sie zu einem Teil auf der Schwierigkeit, 
den zu groß gewordenen Markt genau zu kennen, sowie auf der Tat 
sache, daß die Produzenten sich mehr von der Größe ihrer Kapitalien, 
a .ls von den Bedürfnissen des Marktes leiten lassen 4 ). Vor allem aber 
Slß d sie in der schlechten Verteilung der Einkommen begründet. Die 
’) 1 arpent (arepenna der Gallier): etwa ^'und*Bruttoertrages hat Sismondi 
») N. P I, S. 325. Dieses Problem des Netto- und ß™ n 5 Werk; Tab leau 
von Anfang an beschäftigt. Er behi, e ®sich bestimmt für den Brutto 
de l’Agriculture toscane (Genf, 1801), un • en; sollte man den 
ertrag auszusprechen, neigt er schon dazu, e .,„ kr für den Staat betrachten, 
hohen Gewinn eines einzigen reichen Pachters als nützlich« ? ( l91 _ 192) . Dieses 
als den geringen Lohn vieler tausend Arbeiter landwirtschaftlichen Praxis 
W|v rk beschäftigt sich übrigens hauptsächlichi m Hicr findet sich auch 
und enthält nur wenige volkswirtschaftliche ViU'hiuso (S. 219ff-)- 
die formvollendete Beschreibung seiner Meierei n .. . ^ Produktion für den 
_ a ) Es ist richtig, daß Sismondi das G f rel ^ “L , nicht den Preisschwankungen 
^arkt entziehen wollte, — um die nationalen Lebensmit Bruttoertrag nicht 
des Marktes auszusetzen (N. P-, I, S. 263-264) E r f eUtaucn ^ ^ _ 
alst absolutes Ziel hin, sondern erkennt an, daß „«• sein kann “, wenn die Be 
itrages seinerseits von einem krankhaften Aus an ^ hieraus, ein wie schwankon- 
völkerung zu schnell wächst (ebenda, I, S. loo). 
der Charakter er war. 
*) N. P., I, S. 368.
	        

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Holländische Wirtschaftsgeschichte. Fischer, 1927.
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