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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

208 
Zweites Buch. Die Gegner. 
Trennung von Eigentum und Arbeit hat zur Folge, daß nur die Ein 
künfte der Besitzenden steigen können; die der Arbeiter bleiben stets 
auf das Existenzminimum beschränkt. Infolgedessen ergibt sich daraus 
ein Mangel an Harmonie in der Nachfrage nach dpn Erzeugnissen. Mit 
einem gleichmäßig verteilten Besitzstände und einem ungefähr gleich 
mäßigen Steigen der Einkommen würde auch eine gewisse Gleichmäßig 
keit in der Vermehrung der Nachfrage Hand in Hand gehen. Die gewöhn 
lichen Industriezweige, die die wesentlichen und allgemeinsten Bedürf 
nisse befriedigen, würden ihre Produktion regelmäßig und ohne Sprünge 
steigen sehen. Aber tatsächlich wachsen nur die Einkünfte der Reichen. 
An Stelle der Nachfrage nach den gewöhnlichen Gegenständen wird daher 
eine wachsende Nachfrage nach verfeinerten Gegenständen treten, wo 
durch die Grundindustrien vernachlässigt und Industrien des Luxus 
geschaffen werden; wenn diese letzteren sich nicht schnell genug vermehren, 
so wird die Nachfrage nach Gegenständen zur Befriedigung des höheren 
Geschmackes sich an das Ausland wenden. Was ergibt sich nun aus 
diesem beständigen Wechsel? Die verlassenen alten Industrien sind ge 
zwungen, ihre Arbeiter zu entlassen; andererseits können sich die neuen 
Industrien nur langsam entwickeln; in der Zwischenzeit sind die ent 
lassenen und arbeitslosen Arbeiter darauf angewiesen, ebenfalls ihren 
Verbrauch an gewöhnlichen Lebensmitteln einzuschränken; hieraus 
ergibt sich ein beständiger Unterkonsum, der notwendigerweise d* e 
entsprechenden Krisen herbeiführt. „Durch die Konzentration der 
Vermögen in der Hand einer geringen Anzahl von Eigentümern ver 
engert sich der Inlandsmarkt immer mehr; die Industrie wird ständig 
stärker darauf hingedrängt, ihre Absatzgebiete auf ausländischen 
Märkten zu suchen, wo noch größere Umwälzungen sie bedrohen“ 1 )- 
Daher ist „der Verbrauch eines millionenreichen Fabrikherrn, unter 
dessen Befehl tausend Arbeiter arbeiten, die auf das Existenzminimum 
angewiesen sind, für das Volk von weniger Wert, als der von hundert 
Fabrikbesitzern, von denen jeder viel weniger reich ist, und von denen 
jeder nur zehn Arbeiter, die viel weniger arm sind, beschäftigt“ 2 ) (S. 358). 
Die Erklärung, die Sismondi von den Krisen gibt, — eine Erklärung, 
>) N. P., I, S. 361. 
2 ) An anderer Stelle: „Die kleinen Kaufleute und die kleinsten Manufakturisten 
verschwinden; ein großer Unternehmer ersetzt hunderte von ihnen die zusammen 
vielleicht nicht so reich wie er gewesen wären. Alle zusammen aber waren trotzdem 
bessere Verbraucher als er. Sem verschwenderischer Luxus gibt der Industrie einen 
viel geringeren Ansporn, als der ehrliche Wohlstand von hundert Haushaltungen, die 
er ersetzt hat (II, S. 327). — Übrigens ist diese Theorie mehr als anfechtbar; es handelt 
sich in Wirklichkeit darum zu wissen, ob die Gesamtmenge der Nachfrage die gleiche 
bleiben wird, — und nicht darum, ob es sich um eine Verschiebung der Nachfrage 
handelt, was keinesfalls eine allgemeine Krise herbeiführen kann sondern höchstens 
eine vorübergehende Spannung.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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