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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

216 
Zweites Buch. Die Gegner. 
und den Gedanken, daß der soziale Fortschritt nur den besitzenden 
Klassen Gewinn bringt. Marx verdankt ihm noch mehr, und während 
Rodbertus ihn zitiert, aber ihn nicht nennt, zögert Marx nicht, ihm 
im kommunistischen Manifeste (§ 60 u. 61) Gerechtigkeit widerfahren 
zu lassen, indem er selbst auf alles das hinweist, was er seiner durch 
dringenden Analyse verdankt. Von allen Gedanken, die er ihm ent 
nimmt, ist der wichtigste der von der Konzentration des Reichtums 
in den Händen einer kleinen Anzahl von Besitzenden und von der 
wachsenden Proletarisierung der Arbeitermassen. Diese Auffassung 
ist die Grundlage des kommunistischen Manifestes, und auf ihr beruht 
der marxistische Kollektivismus. Wie wir gesehen haben, stammt 
diese Auffassung von Sismondi. Wir glauben aber nicht, daß Marx 
den Gedanken über die Ausbeutung des Arbeiters durch den Kapi 
talisten Sismondi entlehnt hat. Wenn er weiterhin ihm nicht den 
Begriff des Mehrwertes verdankt, so hat er doch bei ihm zum wenigsten 
den Keim der Erklärung, die er dafür gibt, gefunden. Wie bekannt, 
erklärt Marx den Gewinn, indem er sagt, daß der Arbeiter nicht seine 
Arbeit, sondern seine Arbeitskraft verkauft. Sismondi wiederholt an vielen 
Stellen, daß der Arbeiter sein „Arbeitsvermögen“, „sein Leben“ verkauft; 
er sagt an einer bestimmten Stelle, daß dieses „Arbeitsvermögen“ („puis- 
sance de travail“) es ist, das nachgefragt wird (II, 257). Allerdings zieht 
Sismondi aus diesen Ausdrücken keinen bestimmten Schluß. Sie haben 
jedoch vielleicht Marx zu dem seinigen bringen können. 
Mehr als ein Sozialist führt heute, ohne es zu sagen (und vielleicht 
ohne es zu wissen), die Gründe an, die Sismondi als der erste angab, 
um das Mitleid seiner Zeitgenossen zu erregen. 
Kapitel II. 
Saint-Simoii, die Saint-Simonisten und der Ursprung 
des Kollektivismus. 
Durch Sismondi, der die Nationalökonomie durch die Sozialpolitik 
ergänzte, war der Kreis, den die Gründer der Wissenschaft gezogen 
hatten, schon bedeutend erweitert worden. Wenn er auch der Güter 
verteilung den ersten Platz in seinen Untersuchungen einräumte, so 
richtete sich seine Kritik doch noch nicht gegen die Grundeinrichtung 
der modernen Gesellschaft: gegen das Privateigentum. Er sieht es als 
notwendig und gerechtfertigt an. Was die englischen und französischen
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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