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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

284 
Zweites Buch. Die Gegner. 
mit dem sofortigen Erfolge und bemerkt diesen Einwurf nicht. Er denkt 
an einen anderen Vorwurf, der in seinen Augen bedeutsamer ist, denselben, 
den man in der Folgezeit den Staatssozialisten machen wird, und er sucht 
ihn durch ein Argument zu beseitigen, das sich oft bei ihnen wiederfinden 
sollte. Ist die Einmischung des Staates nicht im Gegensatz zur Freiheit? 
fragt er sich. Ja, antwortet Lotus Blanc, wenn man unter Freiheit ein 
abstraktes Recht versteht, — das jedem Menschen durch eine Verfassung 
zugesprochen ist. Hierin liegt die Freiheit aber gar nicht: „sie liegt viel 
mehr in der Macht, die den Menschen gegeben ist, seine Fähigkeiten 
auszuüben und zu entwickeln unter der Herrschaft der Gerechtigkeit und 
unter dem Schutze des Gesetzes“ 1 ) (S. 19). Rechtliche Freiheit ohne tat 
sächliche Freiheit ist weiter nichts „als eine nichtswürdige Vergewaltigung“: 
und die Freiheit wird tatsächlich überall dort unterdrückt, wo der Mensch 
ohne Bildung, ohne Arbeitsinstrumente unentrinnbar zur Unterwerfung 
gegenüber den Reicheren und Gebildeteren verdammt ist. Deshalb wird 
die Einmischung des Staates notwendig sein, solange es in der Gesellschaft 
„eine untere und unmündige Klasse“ gibt (S. 20). In einer noch kräftigeren 
Formel sagt Lacordaire: „Zwischen dem Starken und dem Schwachen 
ist die Freiheit das, was unterdrückt, und das Gesetz das, was frei macht.“ 
Dieses Argument haben wir schon bei Sismondi gelesen 2 ), und werden 
es bei allen Gegnern des laisser-faire wiederfinden. 
Man sieht, wie schon bei Louis Blanc eine geistige Bewegung ein 
setzt, die im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts viel stärker werden sollte. 
Der Staatssozialismus, der seinerzeit ein einfacher Notbehelf war, wird 
dann zu einer wirklichen Lehre, deren praktische Anwendungen äußerst 
zahlreich sind. 
Die Ereignisse des Jahres 1848 haben Louis Blanc Gelegenheit 
gegeben, seine Ideen teilweise zu verwirklichen. Diese Versuche werden 
wir in einem folgenden Kapitel eingehender darlegen, wo wir die unglück 
lichen Bestrebungen des Sozialismus von 1848 wiederfinden. Aber die 
Ideen der Organisation du travail haben einen dauerhafteren Erfolg 
in den zahlreichen Produktivgenossenschaften der Arbeiter gehabt, die 
J ) „Das Recht, im Abstrakten betrachtet, ist die Fata Morgana, die seit 1789 
das Volk täuscht. Das Recht ist der metaphysische und tote Schutz, der für das Volk 
den lebendigen Schutz, dem man ihm schuldet, ersetzt. Das großartig und in allen 
Einzelheiten in den Verfassungsurkunden niedergelegte Recht hat nur als Maske für 
die ganze Ungerechtigkeit der Einführung des Individualismus und für die barbarische 
Nichtachtung gedient, mit der man den Armen seinem Schicksal überlassen hat. Weil 
man die Freiheit durch das Wort Recht definiert hat, ist man dazu gelangt, die Sklaven 
des Hungers, die Leibeigenen der Unwissenheit, die Heloten des Zufalls freie Menschen 
zu nennen. Erklären wie ein für alle Male, daß die Freiheit nicht nur in dem zugesproche- 
nen Recht besteht, sondern in der dem Menschen gegebenen Macht, seine Fähigkeiten 
auszubilden und zu entwickeln“ (S. 19). 
2 ) Vgl. weiter oben, S. 202, Anm. 3 und S. 204, Anm. 2.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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