Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Gegner
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

308 
Zweites Buch. Die Gegner. 
Man kann daher die Lehre Cakey’s nicht unmittelbar auf den Einfluß 
List’s zurückführen. Hat List nun größeren Einfluß auf die europäischen 
Doktrinen ausgeübt? 
Ohne Zweifel hat er viele Freihändler, unter denen der bedeutendste 
Stuart Mill ist, dazu gebracht, die Idee eines zeitweiligen Schutzzolles 
für entstehende Industrien zuzulassen 1 ). Ihr Zugeständnis ist jedoch 
ziemlich platonisch, da es in den alten Ländern, deren industrielle Er 
ziehung abgeschlossen ist, keine Bedeutung hat und sich höchstens für 
neue Länder nützlich erweist. 
Können sich nun die modernen Schutzzöllner mit Recht auf List 
berufen ? 
Es ist nicht immer leicht, — da kein Werk vorhanden ist, das ihre 
Ideen systematisch darlegt, — diese Ideen aus der Unmasse von Auf 
sätzen, Reden und Broschüren, in denen sie sich zerstreut finden 2 ), aus 
zusondern. Wenn man die beiseite läßt, die sich darauf beschränken, die 
merkantilistische Theorie der Handelsbilanz zu wiederholen 3 ), so scheint 
0 Vgl. die lange Stelle der Principles, B.V, Kap. X, §1, die wie folgt beginnt: 
„Der einzige Fall, in dem, nur auf Grund der Prinzipien der Volkswirtschaftslehre, 
Schutzzölle verteidigt werden können, ist der, in dem sie zeitweilig eingeführt werden 
(besonders von einer jungen und fortschreitenden Nation), in der Hoffnung, eine aus 
ländische Industrie einzubürgern, die an und für sich durchaus den Bedingungen des 
Landes angepaßt ist. Die Überlegenheit eines Landes über ein anderes kommt oft 
nur davon her, daß es früher angefangen hat ...“ usw. Doch erwähnt Stuart Mn* 
List nicht, und man darf sich fragen, ob die erwähnte Stelle wirklich auf dessen Einfluß 
zurückzuführen ist. 
2 ) Cauwes muß besonders betrachtet werden, dessen Protektionismus im Gegen 
teil als eine höchst rationelle Anpassung einer Idee List’s betrachtet werden kann, 
nämlich: der Überlegenheit der Nationen mit hochentwickeltem Wirtschaftsleben. 
Es ist das das einzige wirtschaftliche System des Schutzzolls, das wir heute kennen. 
Doch muß zugegeben werden, daß die Mehrzahl der schutzzöllnerischen Schriftsteller 
sich nur recht lose mit dem Standpunkt ÜAuwks in Verbindung bringen lassen. Vgl- 
seinen Cours d’ßconomie Politique, 3. Ausg., Bd. III. 
3 ) Wie z. B. die Volkswirtschaftler, die beständig von dem „Handelsdefizit“ 
sprechen, d. h. von der ungünstigen Handelsbilanz. Trotz der zahlreichen Wider 
legungen dieses Argumentes wird es doch oft als eine selbstverständliche Wahrheit 
angeführt. Auch List hatte die übertriebene Gleichgültigkeit der Schule gegenüber dem 
Gleichgewicht der Ein- und Ausfuhr kritisiert. Doch tat er es nicht auf Grund der 
merkantilistischen Theorie der Handelsbilanz, die er im Gegenteil als abgetan ansieht 
(vgl. S. 393, 401 u. 405). Er stellt sich vielmehr auf einen besonderen Standpunkt: 
den Geldstandpunkt. Wenn, sagt er, eine Nation viel einführt und auf der anderen 
Seite nicht entsprechende Warenmengen ausführt, kann sie dazu gezwungen werden, 
als Zahlung Edelmetalle liefern zu müssen, deren Abfluß bei ihr eine Geldkrise herbei 
führen kann. Die Gleichgültigkeit der Schule mit Hinsicht auf die mehr oder weniger 
große Menge Geldes ist daher übertrieben (B. II, Kap. XXIII). Wie man weiß, IS 
gerade die Diskontopolitik der großen Zentralbanken heute darauf gerichtet, den 
vorübergehenden Spannungen des Geldmarktes, die auf übertriebenen Einfuhren 
beruhen, zu begegnen und diese Methode ist selbstverständlich bei weitem wirksame 
als der Protektionismus.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.